„Gartenlandschaft Altmark“: Exotische Pflanzenwelt auf 600 Quadratmetern in Seehausen

Unsterblichkeit in Riekehrs Garten am Hohen Wall

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Hans-Walter Riekehr zeigt seine Indianerbanane, einen exotischen Obstbaum aus Nordamerika.

Seehausen – Mehrere private Gärten in und um Arendsee und Seehausen öffneten am vergangenen Sonntag auf der nördlichen Tour der „Gartenlandschaft Altmark“ ihre Türen oder Tore für interessierte Gäste.

Doris Riekehr mit der zur Kürbisgewächsfamilie gehörenden Jiaogulan-Pflanze (Unsterblichkeitskraut).

Wie schon in den sechs Jahren zuvor im Rahmen der „Offenen Gärten in der Altmark“ hatten auch Doris und Hans-Walter Riekehr wieder in ihr grünes Reich am wischestädtischen Hohen Wall eingeladen. Im Programm des Gartensommers 2019 war zu ihrem Angebot zu lesen: „In unserem rund 600 Quadratmeter großen Garten mit mediterranem Flair finden Sie Raritäten und Besonderheiten, Kräuter fürs Auge und für die Gesundheit. “.

Dieser Hinweis gilt natürlich den Neulingen unter den Gartenerkundern. Die alljährlichen Stammbesucher wissen längst zu schätzen, was sie im grünen Reich der Riekehrs alles finden können – inklusive herzlicher Gespräche und allerlei Tipps für den Anbau und die richtige Pflege der verschiedensten Nutz- und Ziergewächse. Ein wichtiges Thema ist hier aber auch immer die Weiterverarbeitung – von der Samengewinnung über die Trocknung der Kräuter und Heilpflanzen bis zur Herstellung von Würz- und Teemischungen.

Gleich am Eingang zur detailliert ausgeschilderten Gartenvielfalt stehen Besucher in der exotischen Pflanzenwelt. Eine besondere Leidenschaft der Riekehrs, wovon nicht nur mehrere hundert Sukkulenten künden. Zu den Besonderheiten gehören hier unter anderem ein Ginkgo-Baum nebst Geschichte und Geschichten, die japanische Apfelbirne Nashi Nijisseiki – „die erste Birne, die wie ein Apfel schmeckt“ sowie die Indianer-Banane, ein exotischer Obstbaum aus Nordamerika.

Jedes Jahr wählen Doris und Hans-Walter Riekehr für ihre Gartenpräsentation einen thematischen Schwerpunkt aus. So rücken sie diesmal das Kraut der Unsterblichkeit „Jiaogulan“ in den Blickpunkt ihrer Gäste. In der traditionellen chinesischen Medizin werden die vom Sommer bis zum Spätherbst geernteten Blätter verwendet. Ihnen schreibt man eine Blutdruck-ausgleichende, Stress-reduzierende sowie Schlaganfall- und herzinfarkt-vorbeugende Wirkung zu. Auch zu den beiden nächsten Terminen der „Gartenlandschaft Altmark“ – am 21. Juli und 18. August – steht Riekehrs Gartentor von 10 bis 18 Uhr wieder für interessierte Besucher offen (Seehausen, Hoher Wall 3).  fs

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