Umweltunterricht für Viertklässler der Seehäuser Grundschule

„Energie erleben und verstehen“: Unter diesem Motto gestaltete Umweltpädagoge Werner Czimek vom Verein Deutsche Umwelt-Aktion eine spannende Doppelstunde für die Viertklässler der Seehäuser Grundschule. Anhand eines Dampfmaschinenmodells erklärte er den Kindern die Stromerzeugung. Foto: Westermann

SEEHAUSEN - „Energie erleben und verstehen“: Unter diesem Motto sollen Grundschüler der dritten und vierten Klassen deutschlandweit für die Thematik sensibilisiert werden.

Verantwortlich für den etwas anderen Unterricht zeichnet der in Düsseldorf ansässige Verein Deutsche Umwelt-Aktion (DUA). Die DUA wurde 1958 mit der Aufgabe gegründet, den Gedanken des Naturschutzes in den Schulbereich zu tragen. Seit dieser Zeit bieten Umweltbeauftragte den kurzweiligen Umweltunterricht an. Seit der Gründung der DUA sind übrigens über 20 Millionen Teilnehmer mit dem Umweltschutz vertraut gemacht worden.

Die Zielsetzung ist vorgegeben: Umweltgerechtes Handeln fördern, dort setzt die DUA an. Die Schüler sollen lernen, Rücksicht zu nehmen auf Boden, Wasser, Luft, Tiere und Pflanzen. Umweltgerechtes Handeln – global denken, lokal handeln – soll gefördert werden. Ohne Wissen und ohne praktische Umweltbildung ist dies nicht möglich. Die Kinder erhalten vorurteilsfreie Informationen über Umweltbelange, ökologisches Wissen wird gefördert, Vernetzungen von Lebensräumen aufgezeigt, naturwissenschaftliche Abläufe anschaulich vermittelt. Der Umweltunterricht, der durch Vorführungen, Versuche oder Waldaktionen kindgerecht aufgearbeitet ist, wird von den Schülern und Lehrern mit großem Interesse verfolgt.

So war es auch in dieser Woche  bei den Viertklässlern der Seehäuser Grundschule. Vor Ort gestaltete DUA-Umweltpädagoge Werner Czimek eine Doppelstunde unter dem bereits erwähnten Thema „Energie erleben und verstehen.“ Möglich machte diesen Unterricht der Energiekonzern Avacon.

Los ging es mit einem Spiel. Maschinen und Geräte mussten durch Pantomime und Geräusche dargestellt und erraten werden. Wie funktionieren diese Geräte? Die Antwort: durch Strom. Wo wird der Strom hergestellt? Im Kraftwerk. Anhand eines Dampfmaschinenmodells erklärte Czimek die Stromerzeugung in Kohle-, Öl-, Gas- und Müllkraftwerken. Zudem wurden die Auswirkungen der Abgase aus Kraftwerken und Fahr- und Flugzeugen auf die Umwelt besprochen. Auch auf den Klimawandel ging der Umweltpädagoge ein. Er ließ auch nicht unerwähnt, dass es die Möglichkeit gibt, Strom ohne Verbrennung zu erzeugen – und zwar durch Wind- und Wasserkraftwerke und durch Solarzellen. An Arbeitsstationen mit kleinen Kraftwerksmodellen wurde die umweltfreundliche Stromerzeugung anschaulich erarbeitet. Für Werner Czimek ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, wie Energie eingespart werden könne, um dadurch auch den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Nach der Doppelstunde stand für die Viertklässler fest: Das war so richtig spannend.

Von Thomas Westermann

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