„Da wackeln die Gläser im Schrank“

Umleitungsstrecke durch Höhe-Dörfer belastet Einwohner und Bürgermeister

Zwei Polizisten kontrollieren in Drüsedau
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Michael Krüger und Detlef Lungkwitz wollen künftig öfter das Messgerät in Drüsedau aufbauen.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Altmärkische Höhe. Bernd Prange, Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, hat die Nase voll. Immer wenn größere Bauarbeiten auf den Bundesstraßen 189 und 190 erfolgen, fließt der Umleitungsverkehr durch seine Dörfer. Vergangenes Jahr waren beispielsweise Bretsch und Lückstedt davon betroffen. Derzeit wird auf der B 189 wieder die Fahrbahn zwischen Seehausen und der Abfahrt nach Drüsedau erneuert, der Verkehr wird aus Richtung Wittenberge über die Höhe-Dörfer Losse und Drüsedau geleitet.

Aber nicht nur der Verkehr von Wittenberge aus tangiert die beiden Orte, auch der von Salzwedel aus führt durch Losse und Drüsedau. Prange machte bei der Landesstraßenbaubehörde den Vorschlag, den Verkehr aus Richtung Salzwedel schon ab Arendsee über Heiligenfelde, Lückstedt, Wohlenberg und Krevese wieder zur B 189 bei Osterburg zu leiten. „Wenn ich meine Vorschläge der Behörde mitteile, werde ich nur belächelt, umgesetzt werden sie nicht. Als Bürgermeister ist man in dieser Angelegenheit machtlos.“ Prange ist der Auffassung: „Die Bürger sollten bei der Landesstraßenbaubehörde anrufen und ihre Meinung kundtun.“

Mittlerweile sind die Losser und Drüsedauer genervt vom Verkehrslärm, der durch das Kopfsteinpflaster noch verstärkt wird. „Da wackeln die Gläser im Schrank“, weiß der Bürgermeister. Mittlerweile greift in Drüsedau wieder eine 30-km/h-Regelung. Diese würde der Bürgermeister auch für Losse begrüßen. „Doch auch in dieser Angelegenheit kann ich nichts unternehmen. Früher war das Tempo dort auf 30 Stundenkilometer begrenzt, doch die Behörde hatte die wieder weggenommen.“ Die Einhaltung der Geschwindigkeit überprüfen in den gegenwärtigen Umleitungszeiten verstärkt die für die Verbandsgemeinde Seehausen zuständigen Regionalbereichsbeamten Michael Krüger und Detlef Lungkwitz. Gestern Vormittag hatten sie das Geschwindigkeitsmessgerät in Drüsedau aufgebaut und waren erfreut über die Disziplin der Kraftfahrer. „In einer Stunde fuhren etwa 50 bis 60 Fahrzeuge durch den Ort, doch es gab nur eine Geschwindigkeitsüberschreitung“, so Krüger gegenüber der AZ.

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