Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft fühlt sich von Entsorgungsfirma schikaniert

Tietz sieht bei Gelber Tonne rot

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Oftmals bleiben die Gelben Tonnen der Mieter der der Wohnungsgenossenschaft Seehausen ungeleert. Geschäftsführer Erhard Tietz spricht von einer „schikanen Art“.

Seehausen. Die Gelbe Tonne bereitet Erhard Tietz, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Seehausen, mächtig Sorgen. Fast jede Woche bleiben etliche stehen, da sie sogenannte Fehlwürfe enthalten.

Dazu gehören beispielsweise Taschen- und Küchentücher, Papier und Pappe. Ob Unwissenheit oder pure Willkür der Mieter, Tietz leistete Aufklärungsarbeit. Es gab Informationen, welche Dinge in die Tonne hereingehören und welche nicht. Offenbar hat der Erfolg aber nicht gefruchtet. Die 1100-Liter-Container, die eigentlich einmal wöchentlich entleert werden sollten, bleiben stehen, versehen mit einem roten Punkt. Der bedeutet, dass die Tonne zweckentfremdet wurde. Tietz schwant, dass das Unternehmen „Cont-Trans“ bei den Wohnungsgenossenschaften besonders bemüht sei, Verfehlungen aufzudecken. Eifrig werde danach gesucht und bei Erfolg die Dinge trophäenähnlich hochgehoben. Für Tietz sei das „Schikane“.

Die Wohnungsgenossenschaft hätte eine Alternative in Form von Zusatzzahlungen. Dann könnte so gut wie alles im gelben Container verschwinden. Der Geschäftsführer lehnt das ab, bezeichnet die Strategie des Tangerhütter Unternehmens als ein „fragwürdiges Geschäftsmodell“. „Für Geld mache ich fast alles“, sagte ihm der Verantwortliche wortwörtlich. Tietz fügt gegenüber der AZ hinzu: „Das Unternehmen hat den Zuschlag für die Entsorgung bekommen, weil es das günstigste Angebot unterbreitete. Das ist so auch korrekt. Aber wenn dann Zusatzzahlungen angeboten werden, ist das unlauterer Wettbewerb. Ein anderes Unternehmen hätte das wohl nicht gemacht.“

Von Thomas Westermann

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