„Ich wünsche mir Normalität“

Terminshopping ist für Geschäftsfrau Petra Cornehl keine optimale Lösung

Beratung im Modegeschäft
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Petra Cornehl (r.) konnte ihre Modegeschäfte und auch das Schuhgeschäft in dieser Woche wieder öffnen. Kunden müssen im Vorfeld jedoch einen Termin vereinbaren. Das tat auch Anke Fischer aus Berge.
  • Thomas Westermann
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Seehausen. Seit Montag dieser Woche sind die Geschäfte von Petra Cornehl in der Seehäuser Innenstadt seit dem Corona-Lockdown ab Mitte Dezember wieder geöffnet – allerdings nur mittels Terminshopping. Für die Unternehmerin ist das keine optimale Lösung.

„Es gibt Anrufer, die sind einerseits hungrig und andererseits eher verhalten“, sagt die Unternehmerin, die in der Hansestadt Seehausen zwei Modegeschäfte und ein Schuhgeschäft sowie ein weiteres Modegeschäft in Arendsee betreibt, gegenüber der AZ. Es sei für viele nicht attraktiv, zum Telefonhörer zu greifen, um einen Termin zu vereinbaren. Die meisten Kunden wollen ganz einfach spontan auf Shopping-Tour gehen und die Frühjahrskollektionen sehen und ertasten. „Terminshopping ist zwar hilfreich, aber nicht, was ich mir wünsche. Ich wünsche mir Normalität.“ Doch aufgrund der Eindämmungsverordnung sei dies nicht der Fall. Noch müssen die Freunde von Mode und Schuhen zur Terminvereinbarung die Rufnummer (039386) 5 23 90 wählen. Dies tat auch Stammkundin Anke Fischer aus Berge. Kurze Zeit später konnte sie sich von der Chefin im Geschäft „Petras Modetip“ an der Mühlenstraße hinsichtlich der aktuellen Kollektionen beraten lassen. Denn dort hat der Frühling Einzug gehalten. Fischer schwärmt von den frischen Farben, der schönen Qualität und den interessanten Schnitten und probiert verschiedene Kleidungsstücke an – und kauft natürlich. Trotz Terminvergabe: Die ersten Tage nach der Wiedereröffnung schätzt Cornehl als gut ein. Doch der Wunsch nach Normalität bleibt.

Einige Schritte weiter von „Petras Modetip“ ist Tobias Jabke Chef des Eisen- und Haushaltswarengeschäftes Buness. Die Probleme, mit denen Petra Cornehl zu kämpfen hat, hat er nicht. Das Geschäft wurde von den Behörden als Baumarkt eingestuft und so konnte die Traditionsfirma schon am 1. März ohne Terminvereinbarung öffnen. Und der rege Zulauf der Kundschaft sei für ihn sehr erfreulich.

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