Neuartige Paste zum Vergrämen vom Seehäuser Rathaus zeigt derzeit keine Wirkung mehr

Und der Taubenkot rieselt weiter

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Ein süddeutsches Unternehmen brachte im April 2017 am Seehäuser Rathaus die Paste zur Taubenabwehr auf.

Seehausen. Der Taubendreck auf der Seehäuser Rathaustreppe nimmt wieder zu. Dabei sah es vor einiger Zeit richtig vielversprechend aus, dass der Kot, den die Vögel jahrelang ungehindert fallen ließen und damit für Verschmutzungen und verstopfte Dachrinnen sorgten, der Vergangenheit angehört.

Ein Unternehmen aus Süddeutschland präsentierte eine vollkommen neue Methode, die mittels einer Paste die Tauben vom Rathaus verbannen sollte. Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth war begeistert. Rund 4000 bis 5000 Euro stellte der Rat im vergangenen Jahr dafür ein. Mitte April 2017 wurden Mitarbeiter des Unternehmens in der Wischestadt tätig. Akribisch trugen die Beschäftigten in luftiger Höhe die Paste auf und nahmen Korrekturen bei den Abwehrspikes vor.

Der Erfolg stellte sich blitzschnell ein, die Tauben verschwanden vom Verwaltungssitz. Doch die Freude ist seit einigen Wochen getrübt. Zunehmen lassen die gefiederten Gesellen ihren Kot erbarmungslos auf die Treppe am Haupteingang fallen. „Wir müssen überprüfen, warum das so ist“, sagt Bürgermeister Kloth auf AZ-Anfrage und will demnächst jemand in die Spur schicken, der nachschauen soll, ob die Dachrinnen erneut verstopft sind. Ansonsten gibt sich der Aulosener eher gelassen. „Wir müssen mit der Firma gegebenenfalls nachverhandeln. Immerhin hat sie auf das neue Produkt zur Taubenvergrämung fünf Jahre Garantie gegeben.“

Von Thomas Westermann

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