Mit der Natur gegen Parodontitis

Tag der Zahngesundheit: Seehäuser Praxis hat moderne Prophylaxe im Blick

Zahnarzthelferin in Praxis
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Jana Zimzik, in der Seehäuser Zahnarztpraxis von Martina Wagener für die Prophylaxe zuständig, setzt dabei auf moderne Technik und Naturheilkunde.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. „Gesund beginnt im Mund – Zündstoff“: Unter diesem Motto informieren Krankenkassen, Gesundheitsämter und Ärzte am heutigen Sonnabend, 25. September, dem Tag der Zahngesundheit, über die besten Maßnahmen zur Vorsorge und Verhinderung von Krankheiten im Mundraum. Seit dem Jahr 1991 organisiert und koordiniert der Aktionskreis „Tag der Zahngesundheit“ diese Veranstaltungen.

Im Fokus steht dieses Mal die Parodontitis. Bei einer derartigen chronischen Entzündung des Zahnhalteapparats sollen Millionen Deutsche betroffen sein. Oft, ohne es zu bemerken. Eine Parodontitis entwickelt sich in den meisten Fällen schleichend und schmerzlos. Zu den frühen Anzeichen gehört die Zahnfleischentzündung. Bleibt sie unbehandelt, entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich schädliche Bakterien vermehren können. Die mögliche Folge ist eine bakterielle Infektion, die das Gewebe und den Kieferknochen angreift und abbaut. Der Zahn verliert dadurch zunehmend an Halt und kann nach einiger Zeit sogar ausfallen. Zudem gibt es viele mögliche Wechselwirkungen auf den ganzen Organismus.

Das weiß auch Jana Zimzik, die sich in der Zahnarztpraxis von Martina Wagener in Seehausen um den Bereich Prophylaxe kümmert – und das seit 2014, wie die junge Frau im Gespräch mit der AZ berichtet. Vor fünf Jahren kaufte die Chefin ein Gerät zur Mund- und Zahnpflege, welches Marktführer Nummer eins für die Entfernung grober Beläge und professioneller Zahnreinigung sei. Mittels Wasser, Luft und Pulver arbeitet die Technik mit Hochdruck und entfernt auf schonende Art und Weise beispielsweise Verfärbungen und hartnäckige Beläge. Für die Patienten sei diese moderne Behandlung angenehmer. Viel sei in den vergangenen Jahren bei der Behandlung von Zahnfleischerkrankungen passiert, wobei Parodontitis an erster Stelle steht. Mittlerweile gehe der Trend der Behandlung zur Naturheilkunde hin, berichtet die Altmärkerin, die sich damit seit längerer Zeit beschäftigt und dafür Fortbildungen machte. Zum Einsatz kommen beispielsweise Salbei, Kamille, Thymian, Öle, Natron sowie Vitamine und Mineralstoffe. Die Behandlungen werden aber nicht in der Praxis vorgenommen, sondern seien für die häusliche Anwendung gedacht. Die Patienten erhalten im Zusammenhang mit der eigentlichen antiinfektiösen Therapie eine individuelle Mundhygieneunterweisung, die um ein parodontologisches Aufklärungs- und Therapiegespräch ergänzt wird. Zudem gibt es einen Reinigungsplan. „Das A und O ist die Mitarbeit der Patienten zu Hause, ansonsten gibt es keine guten Ergebnisse“, so die Fachfrau, für die moderne Zahnmedizin großgeschrieben werde. Der Erhalt von gesunden und natürlichen Zähne stehe im Vordergrund, nennt die Altmärkerin das Ziel der Prophylaxe.

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