Thomas Musche organisiert erneut Drückansitzjagd bei Neukirchen / Axel Ott erfolgreichster Weidmann

25 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht

Zügig wurde die erfolgreiche Strecke gelegt. Dazu gehörten 25 Stück Schwarzwild, fünf Stück Rehwild, zwei Füchse und ein Waschbär. Damwild war für die Jagd rund um Neukirchen mit insgesamt 50 Jägern nicht frei. Fotos (3): Schaffer
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Zügig wurde die erfolgreiche Strecke gelegt. Dazu gehörten 25 Stück Schwarzwild, fünf Stück Rehwild, zwei Füchse und ein Waschbär. Damwild war für die Jagd rund um Neukirchen mit insgesamt 50 Jägern nicht frei.

Neukirchen. 50 Jäger und 30 Jagdhelfer, sprich Treiber, waren der Einladung zur diesjährigen Drückansitzjagd gefolgt. Diese trafen sich am Wochenende zusammen mit dem langjährigen Jagdleiter Thomas Musche in der Nähe des Neukirchener Anglerheimes.

Nach nötigen Belehrungen und Informationen zu dem circa 500 Hektar großen Jagdgebiet, in dem der jüngste Sturm auch seine Spuren hinterlassen hatte, bezogen die Jäger ihre zugewiesenen Plätze. Die Jagdhelfer durchkämmten das Territorium.

Thomas Musche (l.) erklärte Axel Ott zum Jagdkönig. Vier Schwarzkittel streckte der Weidmann aus Möckern nieder.

Viel Wild war in Bewegung, aber nicht jeder Jäger kam zum Schuss. Mehrere Rotten an Schweinen wechselten auf das angrenzende Schönberger Jagdgebiet. Laut Aussage von Schönberger Weidmännern wurden dort fünf Sauen gestreckt. Nach etwa viereinhalb Stunden wurde das erste Wild zum Anglerheim gebracht. Dieses Prozedere zog sich dann noch zwei Stunden lang hin. In dieser Zeit nahmen Kerstin Musche die notwendigen Fleischproben entgegen, die von Udo Schulz und Klaus Jurok dem Wild entnommen wurden. Die Proben nahm Amtstierarzt Dr. Thoralf Schaffer im Anschluss zum Zentrallabor des Landkreises Stendal in Seehausen mit. Dort wird das Wild auf Trichinenbefall untersucht. Diese Pflichtuntersuchung geht auf den Erlass des Reichsfleischbeschaugesetzes von 1901 zurück. Gleichzeitig gaben einige Jäger auch ihre Röhrchen mit Schweineblut ab. Diese Proben gehen zum Landesamt für Verbraucherschutz des Landes Sachsen-Anhalt, Fachgebiet Veterinärmedizin. Dort erfolgt eine Untersuchung auf Brucellose, Afrikanische Schweinepest, Europäische Schweinepest sowie andere ansteckende Krankheiten.

An der Terrasse des Neukirchener Anglerheimes wurde indes zum Schüsseltreiben gerufen. Erbsensuppe und Bockwurst fanden schnell Abnehmer. Als die Strecke vollständig gelegt war, ergab sich folgendes Bild: 25 Stück Schwarzwild, fünf Stück Rehwild, zwei Füchse und ein Waschbär. Damwild war für die Jagd nicht frei. Die Eichenbläser Beuster-Geestgottberg begleiteten das jagdliche Prozedere, wie beispielsweise die Überreichung des Schützenbruches. Jagdkönig wurde mit vier gestreckten Schwarzkitteln Axel Ott aus Möckern.

In seinen Schlussworten bedankte sich der Jagdleiter für die Umsicht der Jäger und Treiber, durch die es zu keinem besonderen Vorfall oder gar Unfall kam. Sein Dank ging auch an alle anderen Helfer sowie an das Team des Anglerheims um Pächter Ingo Lobenstein.

Von Walter Schaffer

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