Tagesstätte „Wirbelwind“ startet Miteinander-Initiative, die wissenschaftlich begleitet wird

Studentin hat alles im Blick

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An der Erbsenklopfmaschine ist genaues Hinsehen gefragt. Dabei kommt es auf die Koordination von Auge und Hand an. Das Gerät hat die ehemalige Losenrader Bürgermeisterin Anke Meißner für die Geestgottberger Tagesstätte mitgebracht.

Geestgottberg. Ein Miteinander von Jung und Alt unter einem Dach wird seit 2016 in der Kindertagesstätte „Wirbelwind“ im Seehäuser Ortsteil in neuer Qualität angestrebt: „Alle(s) unter einem Dach – geistige und körperliche Bewegung, miteinander leben, voneinander lernen“.

Unter dieses Motto hat die Geestgottberger Einrichtung mit ihrem Förderverein das Vorhaben gestellt. Nach erfolgreicher Abgabe der Projektunterlagen aus Geestgottberg und dem Nachbarort Losenrade ist der Zuwendungsbescheid eingetroffen, weshalb dem Verwirklichen der Ziele kaum noch etwas im Wege steht.

Eine, die das Projekt von Anfang an mit aus der Taufe gehoben hat, ist die ehemalige Bürgermeisterin Anke Meißner aus Losenrade. Zum Projektstart mit den Mädchen und Jungen sowie allen Gleichgesinnten war Meißner vor einigen Tagen in der Tagesstätte zu Besuch. Im Beisein von Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (CDU), dem „Wirbelwind“-Team, Eltern und Antje Muissus als Vize-Vorsitzende des Fördervereins stellte Meißner Grundidee, Konzept und Finanzierung vor. Dabei betonte sie, dass es sich nicht um ein Mehrgenerationenhaus handelt, sondern dass im Zuge der demografischen Entwicklung alle „Erziehungsträger“ der umliegenden Orte ihre Erfahrungen zum Wohle der Kinder einbringen.

Das sind neben rüstigen Senioren, Eltern, Vereinsmitgliedern und Angehörigen der Feuerwehr auch ältere Kinder, die ihren Erfahrungs- und Bildungsschatz als Multiplikatoren einbringen können und sollen. Im Miteinander vieler Altersgruppen sei vieles möglich. Notwendige bauliche Veränderungen, so zum Beispiel der Einbau einer behindertengerechten Toilette, sind geplant. Die Finanzierung ist durch eine Zuwendung im Rahmen von Maßnahmen zur Gestaltung des demografischen Wandels in Sachsen-Anhalt gesichert, hieß es. Jetzt seien allerdings freie Handwerkerkapazitäten gefragt.

Nach all den erläuternden Worten zu Beginn standen die Mädchen und Jungen im Mittelpunkt, als es galt, den offiziellen Start des Projekts zu zelebrieren. Dafür standen Kinderspiele, wie sie einst die Großeltern der Schützlinge gekannt haben, auf dem Programm. So war es sehr interessant anzusehen, wie schnell die Kinder die Spielideen verinnerlichten und selbstständig eigene Ideen mit einbrachten. Das Vorhaben der Einrichtung wird von einer Losenrader Studentin wissenschaftlich begleitet. Die Altmärkerin will ihre Bachelor-Arbeit über die Geestgottberger Einrichtung schreiben.

Von Walter Schaffer

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