Rotschnäbel sind in Wahrenberg eingetroffen / Insgesamt 21 Horste stehen für den Nachwuchs bereit

Storchendorf: Erste Adebare im Anflug

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Die ersten Adebare sind aus dem warmen Süden in das Storchendorf Wahrenberg zurückgekehrt. Insgesamt gibt es dort 21 Nester für den Nachwuchs der Rotschnäbel. 

Wahrenberg. Viele Menschen sehen die Weißstörche als Glücksbringer und freuen sich alle Jahre über die Rückkehr der Rotschnäbel im Frühjahr. Besonders reich gesegnet mit diesen großen Vögeln ist der Ort Wahrenberg, der die Bezeichnung Storchendorf trägt.

Aufgrund der Elbnähe und verschiedenen Tümpeln beziehungsweise Feuchtbiotopen ist dort das Nahrungsangebot für die Adebare besonders groß.

Einer der akribisch Buch führt über die Ankunft, den Abflug und die Anzahl der Jungen in den genau 21 Horsten ist Werner Mohr, der von vielen als „Storchenvater“ bezeichnet wird und in der warmen Jahreszeit für Interessenten auch Führungen durch das Dorf anbietet und Wissenswertes über die schwarz-weiß gefiederten Vögel zu berichten weiß.

An jedem Horst werden Ankunfts- und Abflugdatum sowie die Anzahl der Jungen registriert. Gestern traf wieder ein Storch ein.

Der erste Storch traf schon am 10. März ein, berichtet Mohr auf AZ-Anfrage. Mittlerweile seien drei Paare und zwei Einzelstörche in Wahrenberg gelandet. Einen aktuellen Neuzugang gab es gestern auf einem Horst an der Hauptstraße. Im Durchschnitt werden von den besagten 21 Nestern in den vergangenen zehn bis 15 Jahren 19 bis 20 in Beschlag genommen. In der Vergangenheit sah Naturfreund Mohr Probleme aufgrund der Nähe der Stromleitungen an den Horsten. Doch nun gibt es bei diesem Punkt Entwarnung. Das Energieversorgungsunternehmen demontiert nach und nach die Freileitungen und ersetzt diese durch Erdkabel. „Danach müssen die Masten aufgrund der Tragsicherheit ersetzt werden.“

Von Thomas Westermann

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