Felix Graepel äußert sich über den Weggang von Geschäftsführer Dr. Bauer / Rosen für die Damen

„Stimmung hat sich gebessert“

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Der Internationale Frauentag hat im Unternehmen Graepel in Seehausen eine lange Tradition. Gestern gab es für das zarte Geschlecht Rosen. Auch Geschäftsführer Felix Graepel (r.) gratulierte den Damen zu ihrem Ehrentag.

Seehausen. Vor gut einem Monat hat der langjährige Graepel-Geschäftsführer Dr. Carl-Ulrich Bauer das Unternehmen in Seehausen verlassen. Vorausgegangen war ein Warnstreik von Mitarbeitern, die eine tarifliche Bezahlung forderten (die AZ berichtete).

Als offizieller Grund wurde angegeben, dass Dr. Bauer von der Umsetzung der Charta des Familienbetriebes ein anderes Verständnis hatte. 

„Die Stimmung hat sich nach dem Weggang gebessert“, sagt Felix Graepel, der derzeit die Geschäftsführung des Betriebes in der Wischestadt innehat. Hinsichtlich des Tariflohnes hält er sich aber noch eher bedeckt. Graepel ist derzeit auf der Suche nach einem neuen Geschäftsführer. Das sagte er gestern am Rande der Betriebsratswahlen, die ganz im Zeichen des Internationalen Frauentages standen. So spendierte die Gewerkschaft IG Metall für die Damen je eine Rose.

Die Tradition des Frauentages gibt es bei Graepel seit vielen Jahren. Derzeit seien im Unternehmen rund 35 Frauen in allen Bereichen des metallverarbeitenden Unternehmens tätig, weiß Ina Mencke, die Assistentin des Geschäftsführers. So befinden sich zwei Damen in der Produktion, eine davon ist Abteilungsleiterin für den Bereich Leitersprossen. Zudem arbeitet eine Frau im Versand und eine weitere in der Verzinkerei. Der Großteil des zarten Geschlechts sei in der Verwaltung und im kaufmännischen Bereich angesiedelt. „35 Frauen bei circa 250 Beschäftigten ist in einem metallverarbeitenden Betrieb eine gute Quote“, findet Ina Mencke.

Von Thomas Westermann

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