Losenrader und Geestgottberger Eltern kritisieren Schülerbeförderung

Sternfahrt statt lange Wege

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Die derzeit praktizierte Schülerbeförderung wird von Eltern in Losenrade und Geestgottberg kritisiert. Die Fahrtzeiten seien zu lang, ärgert sich beispielsweise Anke Meißner und fordert den Einsatz mehrerer kleiner Busse, um Umwege zu vermeiden.

Losenrade/Geestgottberg. Eltern aus Losenrade und Geestgottberg bemängelten vor einiger Zeit die schlechten Bedingungen zur Beförderung der Schulkinder zum Markgraf-Albrecht-Gymnasium (MAG) in Osterburg.

Erstens sei die Fahrzeit von mindestens einer Stunde für die Hin- und Rückfahrt unverhältnismäßig lang für die Strecke von circa 26 Kilometern. Die Zeiten laut der Satzung zur Schülerbeförderung werden überschritten. Zweitens müssen die Kinder meistens in einem überfüllten Bus stehen, in der Regel von Seehausen nach Osterburg und zurück nach Seehausen. „Wo bleibt da die Sicherheit für die Kinder?“, fragen sich die besorgten Eltern und verfassten diesbezüglich ein Schreiben an den Landrat.

Die Situation hinsichtlich der fehlenden Sitzplätze habe sich nach einem Bericht der Altmark-Zeitung im September verbessert, freut sich die Losenraderin Anke Meißner. Doch die Fahrzeiten seien nach wie vor einfach zu lang. Und zudem fehlen Unterstellmöglichkeiten an der Haltestelle am Seehäuser Bahnhof. Mit dem Antwortschreiben von Dr. Denis Gruber, Beigeordneter im Landkreis Stendal, sind sowohl Anke Meißner als auch die anderen Eltern in Losenrade und Geestgottberg nicht zufrieden. Gruber bittet um Verständnis, da es nicht möglich sei, alle Schüler aus den einzelnen Wohnorten auf direktem Weg zu befördern und die Schulbusfahrzeiten genau den Rechtsvorschriften entsprächen. Zudem weist er darauf hin, dass die Möglichkeit bestehe, die Beförderung der Kinder selbst zu organisieren und sich die notwendigen Aufwendungen durch den Landkreis erstatten zu lassen. [...]

Von Thomas Westermann

Mehr erfahren Sie am Wochenende in der Stendaler Altmark-Zeitung.

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