Steinerner Zeuge lädt zur Rast ein

Gemeindekirchenratsvorsitzende Katharina Fischer (l.) und Pastorin Almut Riemann freuen sich darüber, dass St. Petri nun das Zertifikat als Radwegekirche erhielt.

Seehausen. „Es ist ein freudiges Ereignis“, frohlockte gestern Seehausens Pastorin Almut Riemann und rückte gleich mit der Sprache heraus, was sie so begeisterte. Die altehrwürdige St.-Petri-Kirche in der Hansestadt sei nun zu einer Radwegekirche zertifiziert worden.

Bis dahin war es kein kurzer Weg, weiß Riemann. Die Initiative kam von der Landeskirche, die verschiedene Pfarrbereiche angeschrieben habe, in denen bedeutende Gotteshäuser stehen, die sich zudem am Elberadweg oder am Altmark-Rundkurs befinden. Aber diese Kriterien allein reichen nicht aus, um die Zertifikation zur Radwegekirche zu erhalten. Die Kirche müsse vor allem feste Öffnungszeiten haben und der Besuch des Gotteshauses durch Personal abgesichert sein. Um letzteres zu gewährleisten, startete die Kirchengemeinde um Vorsitzende Katharina Fischer einen Aufruf – mit Erfolg. Über 15 Damen und Herren erklärten sich dazu bereit. Monatlich werde ein Dienstplan erstellt, in dem festgelegt sei, wer die Kirche öffne und die Radler dort einlasse.

Geöffnet ist das Gotteshaus montags bis sonnabends von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Zu diesen Zeiten lädt der steinerne Zeuge der Geschichte die Radler zur Rast und Besinnung ein. Auch das Ambiente rund um St. Petri ist zum Verweilen stimmig. Es gibt Sitzbänke, Toiletten im Gemeindehaus und Abstellmöglichkeiten für die Drahtesel. Weitere Pluspunkte seien laut Pastorin Almut Riemann auch die Nähe von St. Petri zum Restaurant und Hotel „Alanda“ sowie zum Café am Markt. Dort können sich die Radler bei Speis und Trank generieren und erholen.

Von Thomas Westermann

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