B 189 wird saniert: 40-Tonner rollen seit zwei Wochen durch den Ort / Unmut bei Anwohnern

Stau auf den Seehäuser Straßen

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Auf den Straßen in Seehausen ist es derzeit ziemlich eng: Radfahrer, ortsfremde Lastkraftfahrer und kurz haltende Autofahrer müssen sich arrangieren.

Seehausen. „Das sehen Sie ja, dass man kaum rüber kommt, hat sich doll was geändert“, sagt eine Dame. Andere Passanten sprechen nur kurz und knapp von einer „Katastrophe“. Die meisten haben allerdings Verständnis, dass die Fahrzeuge irgendwo fahren müssen.

Die Bundesstraße 189 wird zwischen der Kreuzung der B 190, der sogenannten „Sachsenfalle“, und dem Abzweig nach Vielbaum noch bis Ende Dezember saniert. 40-Tonner um 40-Tonner rollt seit zwei Wochen durch Seehausen. Nicht nur die Nerven der Kraftfahrer werden strapaziert. Die Seehäuser missbilligen das notwendige Übel.

An der Kreuzung L 2 und B 189 trifft der Umleitungsverkehr aufeinander.

Neuen Asphalt und Bordrinnen auf drei Kilometern verspricht Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel. 1,3 Millionen Euro soll die Sanierung der B 189 bei Seehausen kosten. Während Fahrer aus nördlicher Richtung durch die Baustelle geführt werden, muss der Verkehr gen Norden durch Seehausen fahren. Die Mehrbelastung hinterlässt erste Spuren an den Umleitungsstraßen.

Die Kreuzung der B 189 mit der B 190 ist größtenteils gesperrt. Nur gen Süden ist die Strecke frei.

An der Großen Brüderstraße, der Hauptverkehrsader mit vielen Geschäften links und rechts der Bahn, wurden bereits Seitenspiegel parkender Pkw abgefahren. Die Stadt reagierte und stellte Warnbaken auf. Somit sind es aktuell weniger Parkplätze, die dort genutzt werden können.

Wer in der Großen Brüderstraße in nördlicher Richtung unterwegs ist, sucht auf Höhe der Kleinen Brüderstraße vergeblich Parkplätze.

Die Bürger haben Angst um ihre Kinder und um die Senioren im Stadtbild, die teilweise „nicht nach links und nach rechts“ schauten. Normalerweise ist es in Seehausen verkehrstechnisch eher ruhig. Durch die Sanierung der B 189 rollt aber ein Vielfaches an Verkehr einmal quer durch die Stadt. Schwierig wird es, wie zum Beispiel am Donnerstag beobachtet, wenn Lieferfahrzeuge am Straßenrand oder auf der Fahrbahn halten. Dann wird es in der recht schmalen Großen Brüderstraße unübersichtlich und es kommt unweigerlich zum Stau.

Von Alexander Klos

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