Standorte für Nisthilfen gesucht: Aland-Bürgermeister will unterstützen

A 14: Fledermäuse und Vögel im Blick

Mann mit Nistkästen
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Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt ist auch Leiter der Krüdener Holzwerkstatt, in der unter anderem Nisthilfen für Vögel und Quartiere für Fledermäuse hergestellt werden. Die DEGES-Standortsuche möchte er unterstützen.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Krüden. Vögel und Fledermäuse sollen im Zuge des A-14-Baues zwischen den Anschlussstellen Seehausen- Nord und Wittenberge als Ausgleichsmaßnahme neue Quartiere erhalten. Dafür setzt sich das Unternehmen Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) ein. Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt möchte dabei unterstützen und könnte auch die Nistkästen in der Krüdener Holzwerkstatt produzieren lassen, wo er im Auftrag der Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark GmbH mit Sitz in Beetzendorf als Projektleiter tätig ist.

Krüdener Hildebrandt ist Naturfreund und begrüßt das Anbringen von Nistkästen und erwähnt ein Beispiel. „Am Weg zwischen Pollitz und Groß Garz haben wir vor einiger Zeit Kästen für die Meisen angebracht. Dies war auch eine Maßnahme für die Eichenprozessionsspinnerbekämpfung. Es ist nachgewiesen, dass die Behausungen besetzt waren und die Vögel auch die Raupen des Spinners gefressen haben. Da die neue Autobahn nur etwa zwei Kilometer von den Aland-Ortsteilen Vielbaum und Krüden entfernt liegt, möchte er beim Nisthilfen-Projekt behilflich sein. „In der Krüdener Holzwerkstatt werden bereits Kästen für Eulen, Fledermäuse und Singvögel angefertigt und preisgünstig an Interessenten abgegeben.“ Der 74-Jährige hat auch schon einen Standort gefunden, wo sich Schleiereulen und Fledermäuse durchaus wohlfühlen könnten. Die Rede ist von einem ehemaligen Trafohäuschen am Krüdener Sportplatz, wo sich auch verschiedene Bäume befinden. Demnächst möchte der Altmärker Kontakt mit der DEGES aufnehmen, um seine Vorstellungen zu schildern.

Obwohl die Fertigstellung des A-14-Abschnitts zwischen Seehausen und Wittenberge noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, sucht das Unternehmen schon jetzt nach Nistmöglichkeiten für Schleiereulen, Rauchschwalben und Hausrotschwänzen sowie nach Quartieren für Fledermäuse. Die drei Vogelarten sowie die Artengruppe der Fledermäuse sind gegenwärtig im Bereich der Trasse beheimatet. Teilweise werden durch den Neubau ihre Nist- und Brutgebiete in Anspruch genommen. Zudem ist es möglich, dass sich die Tiere nach Inbetriebnahme der Autobahn durch den Verkehr gestört fühlen und ihre Lebensräume im Umfeld der A 14 aufgeben. Um dem „Wegzug“ der tierischen Bewohner frühzeitig entgegenzuwirken, sucht die DEGES bereits heute nach neuen Nistmöglichkeiten in Trassennähe. Die Installation von Nistkästen für die Schleiereulen ist im Planfeststellungsbeschluss vorgeschrieben. Die neuen Nistmöglichkeiten müssen spätestens bei Fertigstellung der Trasse zur Verfügung stehen. Die Schaffung neuer Nistgelegenheiten beziehungsweise Quartiere für die anderen Tierarten ist eine Maßnahme, die die DEGES gesondert umsetzt.

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