Mittel zur Bekämpfung des Prozessionsspinners zeigt unzureichende Wirkung

Mit stärkerer Dosis gegen die Plage in Seehausen

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Die gesundheitlichen Gefahren durch die Spinnerraupen lauern noch in und um Seehausen.

Seehausen – Mit dem Erfolg der diesjährigen Bekämpfung der Raupen des Eichenprozessionsspinners sind viele Abgeordnete des Verbandsgemeinderates Seehausen nicht zufrieden. Und auch Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth ist es nicht.

Für ihn sei das eingesetzte Mittel nicht wirksam genug. „Die Dosis muss verstärkt werden, aber dies regelt nicht das Land, sondern die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Künftig sei für den Verwaltungschef unerlässlich, dass auch außerhalb der Ortslagen flächendeckend bekämpft werde und alle Behörden an einem Strang ziehen. Anders als im Nachbarland Brandenburg, sei dies in Sachsen-Anhalt nicht der Fall.

In der Verbandsgemeinde wurden rund 2100 Eichen im Frühjahr dieses Jahres vom Boden aus bekämpft und circa. 150 Hektar aus der Luft. In den nächsten Tagen werde mit dem Absaugen von Raupenhaaren und Nestern begonnen, kündigt Kloth im Gespräch mit der AZ an. Lobende Worte hat er für das Land Sachsen-Anhalt, das für den Kampf gegen die Raupenplage 150 000 Euro in 2019 bereitstellte. 25 000 Euro steuerte die Verbandsgemeinde an Eigenmitteln bei. „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht.“ Nach der Selbstanzeige des Bürgermeisters im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit der Spinnerplage (die AZ berichtete) stellte Sachsen-Anhalt etwa 200.000 Euro an Soforthilfe zur Verfügung. Damit wurden 2018 Absaugungsarbeiten an Unmengen von Nestern vorgenommen.

VON THOMAS WESTERMANN

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