Restauriertes Wandteppich-Original aus dem 16. Jahrhundert verbleibt als Dauerleihgabe im Schloss Neuenburg

St.-Petri-Attraktion: „Joachims Opfergabe“

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Dr. Rainer Krainz vom Kirchen-Förderverein sprach über die Geschichte und einzelne Darstellungen des Wandteppichs „Joachims Opfergabe“. Der Teppich gehört zwar der hiesigen Gemeinde, ist im Original aber im Museum Schloss Neuenburg zu sehen.

Seehausen. Das jüngste Konzert in der Seehäuser Kirche St. Petri stand ganz im Zeichen des 150. Geburtstages der Lütkemüller-Orgel. Bevor Leonhard Walz aufspielte, nutzte die evangelische Kirchgemeinde die Gelegenheit zur Vorstellung einer neuen Attraktion.

Vor dem Eingang informierte Dr. Rainer Krainz vom hiesigen Kirchenförderverein über den Wandteppich „Joachims Opfergabe“.

Wie Krainz gegenüber der AZ sagte, sei dieser Teppich nun auch nachweislich Eigentum der Seehäuser Petri-Gemeinde. Dennoch konnte er die Eigen- und Besonderheiten des aus dem 16. Jahrhunderts stammenden Kunstwerkes nur anhand einer gedruckten Foto-Kopie erläutern. Denn das inzwischen restaurierte Original befinde sich in dem zur Kulturstiftung Sachsen-Anhalt gehörenden Museum Schloss Neuenburg in Freyburg (Unstrut). Und daran soll sich auch nichts ändern. „Uns ist natürlich bewusst, dass der Wandteppich im Museum unter deutlich besseren Klima-Bedingungen gezeigt werden kann, als wir dies mit den räumlichen Bedingungen der Kirche je könnten“, so St.-Petri-Kirchenfreund Dr. Rainer Krainz. Deshalb soll der Teppich „Joachims Opfergabe“ als Dauerleihgabe auf der Neuenburg verbleiben. In St. Petri sei man trotzdem froh und stolz, diesen geschichtsträchtigen Besitz der Kirchgemeinde nun auch sehr anschaulich der interessierten Öffentlichkeit präsentieren und erklären zu können.

In Fast-Originalgröße ist der Wandteppich-Druck mit seiner Geschichte und seinen Darstellungen eine weitere Attraktion neben dem Gesamtbauwerk St. Petri und der restaurierten Lütkemüller-Orgel für Touristen und die einheimischen Besucher der „offenen Kirche“ in Seehausen.

Das 150-jährige Jubiläum der Lütkemüller-Orgel wird mit einem Konzert weiter gefeiert. Am kommenden Sonntag, 17. September, ab 17 Uhr gibt es eine Mischung aus Werken von Johann Sebastian Bach, kombiniert mit Rock und Pop.

Von Frank Schumann

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