Neuer Spielplatz eröffnet / Gemeinde investiert 300.000 Euro in die Anlage

Spielparadies für Losses Kinder

Sichtlich Spaß haben Finja (links) und Alina auf der neuen Spielkombination.

Losse. Sichtlich zufrieden zeigte sich Bernd Prange am Samstagnachmittag bei der Eröffnung des komplett neu gestalteten Kinderspielplatzes in Losse.

„Die Kinder liegen uns sehr am Herzen“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe in seiner kurzen Eröffnungsrede, um den Hauptpersonen der dörflichen Zukunft dann den feierlichen Akt zu überlassen.

So durfte die siebenjährige Alina Glimm das symbolische Freigabeband zerschneiden, bevor die recht zahlreich anwesenden Mädchen und Jungen die neuen Spielgeräte mit großer Freude testeten und in Besitz nahmen.

Das symbolische Band zur Freigabe der Spielgeräte durfte die siebenjährigen Alina Glimm zerschneiden. Bürgermeister Bernd Prange hatte zuvor eine kurze Rede gehalten.

„Die Kinder liegen uns sehr am Herzen“ ist in der Altmärkischen Höhe nicht nur kommunalpolitische Absicht, sondern sichtbar umgesetztes Programm. Und so hat die Gemeinde laut Bürgermeister rund 300.000 Euro in die Hand genommen, um die Spielflächen in vier Ortsteilen (Boock, Drüsedau, Losse und Stapel) neu zu gestalten sowie in zwei Ortsteilen (Bretsch und Einwinkel) zu erweitern. In dieser Größenordnung sei dies allerdings nur durch das Förderprogramm „Dorferneuerung und -entwicklung“ möglich gewesen. Was im Rückblick recht simpel klingt, sei in der Realität ein fünf- bis sechsjähriger Kampf mit mehreren Rückschlägen gewesen. Zunächst einmal sei man in der Dorferneuerung rausgeflogen und bei „Leader“ (Förderung ländlicher Räume) auf einem aussichtslosen 65. Platz der Prioritätenliste gelandet, so Prange.

Während der Eröffnung erinnerte der Bürgermeister auch an eine rund zehn Jahre zurückliegende Medienveröffentlichung, in der über Losse als „aussterbender Ort“ berichtet wurde. Dies habe sich inzwischen geändert, das Dorfbild sei jünger geworden. Junge Familien mit Kindern würden Mut machen und auch die Investitionen in Spielanlagen rechtfertigen. Die alten Anlagen waren verschlissen, vom TÜV habe es keine Betriebsgenehmigung mehr gegeben, sagte Bernd Prange der AZ. „Die Spielgeräte dann nur abzureißen, wäre doch kein Hoffnung gebendes Signal für die Zukunft eines Ortes“, so der Bürgermeister weiter. Die ursprüngliche Wunschliste aus Losse – unter anderem mit einer Skateranlage – habe sich zwar nicht ganz erfüllen lassen. Dennoch kann sich der großzügig angelegte Platz mit der prägenden Spielkombination, Rutsche, Nest- und Kettenschaukeln, Federwippe, neuen Fußballtoren auf dem Bolzplatz sowie Sitzgelegenheiten für Eltern und Großeltern wirklich sehen lassen.

Von Frank Schumann

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