Anwohner ärgern sich über den Zustand der Osterburger Wallpromenade

Spaziermeile verliert Reiz: „Splitt ist der Hammer“

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Die Arbeiten nahe dem Hilliges-Platz schleifen.

Osterburg. „Die Ebnung mit Splitt ist der Hammer.“ Karin Pfennig ist sauer. Andere Anwohner der Wallpromenade seien es auch, und mit ihnen die vielen Spaziergänger.

Dabei stört sich die Osterburgerin noch nicht einmal am meisten an der scheinbaren Dauerbaustelle nahe dem August-Hilliges-Platz. Es ist der allgemeine Zustand des beliebten Weges, der etliche Hundert Meter quer durch das Herz der Biesestadt führt und sich an einer Stelle zusätzlich aufzweigt. „Die Rasenstreifen früher dienten schon immer dem Hundekot, jetzt verteilen diverse Tiere auch noch den Schotter auf dem Gehweg – Unfallgefahr, vom Aussehen ganz zu schweigen.“

Eine Folge der Erdarbeiten: Schotter stört die samtgelben Steine der beliebten Wallpromenade.

2017 hat es Erdarbeiten gegeben. Dafür mussten Hecken und Grasflächen entfernt werden. „Akzeptabel, nur hat man nun ein mosaikhaftes Bild zurückgelassen, sodass irgendwo Teilrasen geblieben ist.“ Und dazu die besagte Ebnung und der Schotter auf dem Weg. „Fahrradfahren im Splitt ist ein Kunststück. Spaziergänger, auch mit Rollator, haben Probleme.“ Und überhaupt: „Wie entfernt man nun zum Beispiel Laub aus dem Splitt und mäht Rasen? Es müsste täglich eine Kehrmaschine den Promenadenweg vom Splitt befreien, was man ja wohl nicht von den Anwohnern erwarten kann.“

Scherz? Beidseitig wird gebaut.

Fast durchgehend wird die Wallpromenade von einem Schotterstreifen begleitet, streckenweise auf beiden Seiten. „Die Veränderung der Oberfläche hängt mit der Fernwärmeleitung zusammen, die dort von den Stadtwerken verlegt wurden“, weiß Osterburgs Bauamtsleiter Matthias Köberle. Er wolle sich die Situation genauer anschauen. „Wenn dort baulich etwas vonnöten ist, werde ich mich mit den Stadtwerken beraten, was machbar ist und was nicht“, sagt der Amtschef auf Nachfrage der AZ.

Was die Baustelle auf der oberen Wallpromenade nahe dem August-Hilliges-Platz betrifft, hat Köberle nach wie vor keine guten Nachrichten. Die Arbeiten sind mehrere Wochen in Verzug (die AZ berichtete). Und es ist Winter. „Aktuell kommen wir dort einfach nicht großartig weiter. Die Arbeiter benötigen durchgängig Plusgrade, um das Pflaster in Beton legen zu können.“

Von Marco Hertzfeld

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