In Krüden und Vielbaum werden in diesem Jahr vier Dialog-Displays installiert / Kosten übernimmt Gemeinde Aland

„Smileys“ für mehr Sicherheit der Kinder

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Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt unterzeichnete gestern den Nutzungsvertrag für die Dialog-Displays.

Krüden / Vielbaum. Seit einigen Jahren bemüht sich die Gemeinde Aland um die Aufstellung von Dialog-Displays, sogenannte „Smileys“, in Krüden und Vielbaum. Jetzt sind die Bemühungen von Erfolg gekrönt. In diesem Jahr sollen vier dieser Displays installiert werden.

Gestern unterzeichnete Bürgermeister Hans Hildebrandt den Nutzungsvertrag zwischen dem Land Sachsen-Anhalt und der Gemeinde Aland. Die Kosten, die sich auf rund 6000 Euro belaufen, übernimmt die Kommune. Das Gemeindeoberhaupt freut sich, dass die Landesstraßenbaubehörde, Regionalbereich Nord, dem Vorhaben zustimmt. „Schließlich geht es in erster Linie um mehr Sicherheit für unsere Kinder“, sagt der Krüdener im AZ-Gespräch. „Eltern wie Claudia Ferch und Karsten Reckling haben mit dem Rat und mir diesbezüglich das Gespräch gesucht“, fügt der 70-Jährige hinzu.

Dabei standen die Sterne hinsichtlich der Installation nicht günstig. Das Straßenverkehrsamt des Landkreises Stendal sträubte sich dagegen. Im Gegensatz zur konventionellen Geschwindigkeitsanzeige bekomme der Fahrer durch sogenannte Dialog-Displays eine bewertende Rückmeldung über seine gefahrene Geschwindigkeit in Form eines fröhlichen oder traurigen Gesichts, sprich „Smileys“, heißt es in einem Schreiben der kreislichen Behörde vom Oktober 2015. Die Wirkung von Dialog-Displays sei grundsätzlich umstritten. Es wurde festgestellt, dass der Einsatz von dynamischen Geschwindigkeitsanzeigen in dieser Form nicht zu einer Entschärfung von Unfallschwerpunkten geeignet sei. Die Nichteinhaltung von Geschwindigkeitsbeschränkungen liege aus hiesiger Sicht zudem im Verhalten der Verkehrsteilnehmer selbst begründet. Als langfristige Erziehungsmaßnahme eigneten sich nur Bußgelder. Davon halten Hans Hildebrandt und seine Mitstreiter ganz und gar nichts. Es sei nur Abzocke, meint das Gemeindeoberhaupt und ist froh über die baldigen „Smileys“.

Von Thomas Westermann

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