Hansestadt und Verbandsgemeinde Seehausen wollen gemeinsames Archiv betreiben

„Sichten, katalogisieren, ausmisten“

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Cornelia Krainz-Eilrich ist für das Seehäuser Stadtarchiv im Keller des Rathauses verantwortlich. Irgendwann in diesem Jahr wird sie sich auch um die vielen Akten der Verbandsgemeinde Seehausen kümmern. Foto: Westermann

Seehausen. Ein gemeinsames Archiv von Hansestadt und Verbandsgemeinde Seehausen soll es in diesem Jahr geben. Entsprechende Stimmen dafür waren schon im Frühjahr des vergangenen Jahres zu vernehmen.

Ein Verfechter des gemeinsamen Archivs ist beispielsweise Seehausens Vize-Bürgermeister Dr. Walter Fiedler. Der Mediziner im Ruhestand nannte ein Beispiel. Demnach gebe es in Neukirchen einen jungen Mann, der umfangreiches Material über die Geschichte des Wischedorfes hat. Bei der Lagerung auf dem Dachboden stoße er aber an Grenzen. „Diese Schätze müssen ordentlich aufbewahrt werden“, so Dr. Fiedler (AZ berichtete).

Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth hatte dafür ein offenes Ohr. Denn in seiner Verwaltung sind ebenfalls im Laufe der Jahre etliche Akten angefallen, die geordnet werden müssten. Mit eigenen Kräften können die Aufgaben nicht erfüllt werden, meint der 53-Jährige gegenüber der AZ und beschreibt die Aufgaben der Archivarin kurz und knapp: „Sichten, katalogisieren, ausmisten.“ Bisher war Cornelia Krainz-Eilrich mit 20 Wochenstunden als Archivarin für die Hansestadt Seehausen tätig. Nun will die Verbandsgemeinde um weitere 20 Wochenstunden aufstocken. Der Altmärkerin wird es wohl freuen, sie hat dann eine Vollzeitstelle. „Geld dafür ist im diesjährigen Haushaltsplan eingestellt“, so Verwaltungschef Kloth.

Derzeit ist das Archiv im Keller des Rathauses eingerichtet. Aufgrund der dortigen Feuchte und der damit verbundenen Schimmelbildung werden neue Räume benötigt. Detlef Neumann, Bürgermeister der Hansestadt Seehausen, sagte auf AZ-Anfrage, dass man derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Objekt sei. Die derzeit gereinigten Materialien werden gegenwärtig an der Steinstraße aufbewahrt, das sei aber auch nur eine Zwischenlösung.

Von Thomas Westermann

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