Vielbaumer kämpft für Ampel und Radweg an L 2 / Vor-Ort-Termin mit Verkehrsexperten

Sicherer nach Seehausen

Aland Bürgermeister Hans Hildebrandt (l.) gestern beim Vor-Ort-Termin mit Manfred Krüger von der Landesstraßenbehörde (2.v.l.) und Vielbaumer Karsten Reckling (r.).
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Aland Bürgermeister Hans Hildebrandt (l.) gestern beim Vor-Ort-Termin mit Manfred Krüger von der Landesstraßenbehörde (2.v.l.) und Vielbaumer Karsten Reckling (r.).

Seehausen/Vielbaum. Der Vielbaumer Karsten Reckling kämpft seit einigen Jahren für einen straßenbegleitenden Radweg an der Landesstraße 2 zwischen Seehausen und Aulosen (die AZ berichtete). Mit im Boot sind dabei der Krüdener Ulrich Hahn und Bernd Kloss aus Wanzer.

Viel Schreibarbeit hatte Reckling in der Vergangenheit mit Behörden. Jetzt fand sein Ansinnen Gehör, gestern gab es am Abzweig nach Voßhof bei Seehausen einen Vor-Ort-Termin, an dem unter anderem Manfred Krüger, Regionalbereichsleiter Nord der Landesstraßenbehörde, und Steffen Tank vom Straßenverkehrsamt des Landkreise Stendal zugegen waren.

Karsten Reckling möchte nicht nur den besagten Radweg für mehr Sicherheit der Drahteselfreunde, sondern seiner Meinung an der „todbringenden Kreuzung B 189/L 2“ auch eine Ampelanlage. Doch die sei laut Krüger in der 70-km/h-Zone eher unwahrscheinlich. Nicht zuletzt der Kosten wegen, die sich auf über 100 000 Euro belaufen würden. Tank regte hingegen an, zusätzliche Schilder aufzustellen, die auf die Radler aufmerksam machen. Das sei relativ schnell machbar. Komplizierter hingegen gestalte sich der Radwegebau. Die Verwirklichung des Ausbaus zwischen Vielbaum und Aulosen liegt noch in weiter Ferne. Leichter könnte die Realisierung zwischen dem Bahnübergang bei Seehausen und der Kernstadt gelingen. Allerdings stehe die Strecke nach Aussagen von Krüger bei den Planungen auf der Prioritätenliste II. Dem Verkehrsexperten sind die Gefahren, die für Radler auf der L 2 lauern, durchaus bekannt und will sich nun darum kümmern, den Wegebau die höchste Priorität zukommen zu lassen. Doch bis dahin dürfte noch einiges Wasser den Aland runterfließen. Nicht nur Gelder für die Baumaßnahme an sich müssen vorhanden sein, auch Grunderwerbsverhandlungen machen sich erforderlich.

Karsten Reckling wird zunehmend ungeduldiger. Seiner Meinung nach sei der Radweg schon seit 30 Jahren überfällig und spricht von „Gefahr in Verzug“. Jüngst startete er mit Bernd Kloss eine Unterschriftenaktion pro Radweg. „Neun von zehn Personen halten diesen für wichtig“, sagte er gestern vor Ort und drückt bei der Umsetzung aufs Tempo. Rückendeckung bekommt er dabei auch von Aland-Bürgermeister Hans Hildebrandt, der auf der Kreuzung vor einigen Jahren einen schweren Unfall hatte.

Von Thomas Westermann

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