Förderverein St-Nikolaus-Kirche Beuster feierte Stiftungsfest

„Selbstloser Einsatz“

Als Grillmeister betätigten sich das Ehepaar Schmidt, die auch sonst für die kirchlichen Belange in der Gemeinde zuständig sind

Beuster. Vorzehn Jahren wurde der Förderverein St. Nikolaus-Kirche Beuster gegründet. Durch die aktive Arbeit der Mitglieder um ihren Vorsitzenden Dr.

Volker Stephan hat der Verein mit dazu beigetragen, dass sich der Name Beuster bei vielen Menschen mit Kirchensanierung, verbunden mit hochkarätigen kulturellen Veranstaltungen wie Ausstellungen und Konzerten, verbindet. Das in diesem Zusammenhang durchgeführte Stiftungsfest spiegelte einen Großteil dieser Arbeit verschiedentlich wieder.

Pfarrer Roland Jourdan eröffnete mit einer Andacht, in deren Mittelpunkt der Psalm 118-Dankt dem Herrn, denn er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf, den Reigen der Veranstaltungen. Da in der Stiftskirche St. Nikolaus im Moment die Gewölbeausmalungen stattfinden, wurde als Veranstaltungsort die Marienkirche in Klein Beuster (1740-1746, Backsteinturm aus dem Jahre 1862) und das sich daneben befindliche Dorfgemeinschaftshaus gewählt.

Während die fleißigen Helfer des Vereins im Dorfgemeinschaftshaus den Kaffee und Kuchen vorbereiteten, erklangen die ersten Töne des Salonorchesters „Kaiserwalzer“ aus Halle/Saale. Und zwar in der Piccolo-Besetzung mit Violine Direktion, Violoncello, Klarinette und Klavier. Die maximal 15 Musiker in der Galabesetzung sind Mitglieder der Staatskapelle Halle /Saale und des Gewandhausorchesters zu Leipzig und präsentieren das hervorragende künstlerische Potenzial Mitteldeutschlands. Mit anspruchsvoller Unterhaltungsmusik von Johann Strauß bis zur Musik der 1940er Jahre unterhielten sie auch die Zuhörer in der Marienkirche vortrefflich.

Als diese die wenigen Schritte von der Kirche zum Dorfgemeinschaftshaus zurück gelegt hatten, um drinnen und an den im Freien aufgestellten Tischen Kaffee zu trinken und den von den Frauen gebackenen Kuchen zu essen, erklangen bereits die Klänge des Trompetenquartetts unter Leitung des Beusteraner Halldor Beier. Gelegentlich wurde das Quartett durch einen Bläser aus Bremen zum Quintett aufgerüstet. Parallel zu diesem Konzert lief drinnen ein Film von Ronald Rethfeldt, in dem er die Geschichte der Nikolauskirche, die Bauarbeiten an ihr und die Aktivitäten des Vereins auf auf künstlerischem Gebiet aufgezeigt hatte. In diesem Zusammenhang würdigte Friedrich Christoph von Saldern auch die Arbeit des Vereins und speziell das Engagement ihres Vorsitzenden. „Wenn es schon eine Medaille für selbstlosen Einsatz für die Nikolauskirche geben würde, dann wollte ich diese Ihnen verleihen“, so von Saldern.

Inzwischen hatten die beiden Schauspieler der „theaterkompanieleipzig“ Alexander Fabisch und Jürgen Riedel ihre Bühne in St. Marien aufgebaut. In ihrem Stück „Ohr, Ohr-Nase, Nase“ spielten sie Alfonso von Castellario und sein Freund Egbert. Unter Einbeziehung des Publikums, besonders der Kinder, spielten sie Geschichten von Schweinchen, Raupen, Vögeln und anderen Tieren.

Als die Besucher die Kirche verließen, strömte ihnen schon vom Grill der Duft von leckeren Bratwürsten entgegen. Bei herrlichem Wetter ging dieses Stiftungsfest mit interessanten Gesprächen am Grill zu Ende.

Von Walter Schaffer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare