Gegen den Leerstand steuern

Seehausen hat „Zukunft des Wohnens in ländlichen Kleinstädten“ im Blick

In Seehausen gibt es großen Leerstand. Ein neu aufgelegtes Projekt könnte Abhilfe schaffen.
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In Seehausen gibt es großen Leerstand. Ein neu aufgelegtes Projekt könnte Abhilfe schaffen.

Seehausen – „Zukunft des Wohnens in ländlichen Kleinstädten“ ist ein Projekt betitelt, das für die Hansestadt Seehausen von Bedeutung sein könnte. Eine entsprechende Beschlussvorlage liegt dem Stadtrat auf seiner Sitzung am morgigen Donnerstag vor.

Im Rahmen der Initiative „Kleinstädte in Deutschland“ setzen sich das Bundesministerium des Innern und für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für eine Stärkung der praxisorientierten Forschung und die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für und von Kleinstädten ein.

Während der Pilotphase werden zwei Ziele verfolgt: Einerseits sollen die Kleinstadtverbünde in den Modellvorhaben möglichst viele Lösungs- und Handlungsansätze für eine zukunftsfeste Kleinstadtentwicklung erarbeiten. Andererseits sollen in der Pilotphase Arbeitsfelder, Methoden und Instrumente für die Institutionalisierung der Kleinstadtakademie ab 2023 abgeleitet werden, weiß Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt.

Die Stadt Nieheim im Landkreis Höxter in Nordrhein-Westfalen sei an die Wirtschaftsförderung der Verbandsgemeinde Seehausen herangetreten mit der Anfrage, ob die Hansestadt Teil eines Modellvorhabens zum Thema „Zukunft des Wohnens in ländlichen Kleinstädten“ sein möchte, so Weigelt. Nieheim hat ebenfalls einen mittelalterlichen Stadtkern, der von zunehmenden Leerstand geprägt ist. Die NRW-Stadt wäre antragstellende Kommune und möchte das Thema gern gemeinsam mit anderen Orten und mit Unterstützung der Fachhochschule Bielefeld und einer Projektagentur bearbeiten. Seehausen würde die Studienerstellung durch die Herausgabe von Daten zur Leerstandsentwicklung unterstützen.

Die Ergebnisse der Projekte sollen letztlich Eingang in die Städtebauförderung finden. Auch werden die Ergebnisse bei der Beantragung von Förderungen für die Stadtentwicklung helfen, so Weigelt. VON THOMAS WESTERMANN

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