Gestiegene Kosten sind der Grund dafür

Seehausen zieht den Stecker: Keine Schnellladesäule am Markt

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Dort, wo die drei Autos stehen, sollte am Seehäuser Markt eine Schnellladesäule installiert werden.

Seehausen – Die geplante Schnellladesäule für Elektroautos am Markt in Seehausen ist passé. Dabei hatte die Investition so verheißungsvoll begonnen. Die Stadt stellte einen Antrag auf finanzielle Zuwendung, und ein Kreditinstitut wollte auch noch Geld beisteuern.

Die Hansestadt hatte sich dadurch einen Schub für die Einzelhändler und die wenigen Gastronomen erhofft. Denn während die Akkus der Elektroautos aufgeladen werden, könnten die Fahrer einkaufen oder etwas essen.

Auf der Stadtratsitzung in der nächsten Woche wollen die Abgeordneten einen Beschluss über die Rückgabe des Zuwendungsbescheides zur Errichtung einer Schnellladesäule in der Hansestadt Seehausen fassen. Anfang des vergangenen Jahres wurde der Antrag positiv beschieden.

Zugesichert waren Fördermittel von über 15.000 Euro. Die Gesamtausgaben sollten sich auf knapp 40.000 Euro belaufen. Als Eigenmittel wären gut 23.000 Euro fällig, wobei für die Stadt knapp 3000 Euro zu tragen wären, da das Geldinstitut 20.000 Euro bereitstellen wollte. Doch mit den 40.000 Euro kann keine Schnellladesäule mehr installiert werden. Nach einer Ausschreibung wären nun über 63.000 Euro fällig.

Angesichts der Kostenexplosion zieht Seehausen den Stecker. Aufwand und Nutzen seien nicht mehr gegeben, sagte Bürgermeister Detlef Neumann auf AZ-Anfrage. In der Verbandsgemeinde Seehausen gibt es bisher nur eine Schnellladestation – und zwar an der Geestgottberger Märsche, die Anfang 2017 in Betrieb ging.

VON THOMAS WESTERMANN

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