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„Wittenberge ist für uns wichtig“

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Von: Thomas Westermann

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Schild
Auf Sehenswürdigkeiten in Seehausen und Wittenberge wird mit diesem Schild aufmerksam gemacht. Mittlerweile gibt es zwischen der Verbandsgemeinde Seehausen und der Elbestadt auch engere wirtschaftliche Beziehungen. © Westermann

Seehausen/Wittenberge.  „Die Elbe verbindet“, steht auf einem Schild auf dem Parkplatz an der B 189 bei Losenrade. Dort werben die Hansestadt Seehausen und Wittenberge als Tor zur Elbtalaue für ihre Sehenswürdigkeiten. Mittlerweile gibt es auch enge wirtschaftliche Verbindungen zwischen der Verbandsgemeinde Seehausen und der Elbestadt.

Um die Pflege der Kontakte kümmern sich Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) und Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt. Letztere kooperiert beispielsweise mit dem Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz GmbH (TGZ) um Geschäftsführer Christian Fenske und dem elbestädtischen Bauamt und dessen Leiter Martin Hahn. Letzterer stammt übrigens aus dem altmärkischen Krüden. Es gebe zwar keine Kooperationsvereinbarung, dafür aber einen engen Austausch, erzählt Weigelt im Gespräch mit der AZ, die in Wittenberge auch diverse Veranstaltungen zwecks Wirtschaft besucht, wie beispielsweise „Summer of Pioneers“. Dabei handelte es sich um Digitalarbeiter aus Großstädten wie Berlin, Hamburg und Zürich. Diese Pioniere wurden bei einem Wettbewerb ausgewählt und konnten das Leben in der Kleinstadt Wittenberge auf Zeit testen. Alle Teilnehmer erhielten ein Rundum-Sorglos-Paket sowie Zugang zu einem eigens dafür eingerichteten Coworking-Space. Die Wirtschaftsförderin fand die Aktion „sehr spannend“.

Ausgetauscht werde sich mit den Wittenbergern beispielsweise über Bundesförderprogramme, berichtete die Neukirchenerin. Hinsichtlich der gut ausgelasteten Gewerbegebiete in Wittenberge blicken Kloth und Weigelt überhaupt nicht neidisch drauf. Zum einen stünden viele Altmärker dort in Lohn und Brot, weil sie dort Geld verdienen. Die Gewerbesteuern bleiben zwar in der Prignitz, doch die Altmark profitiere von der Einkommenssteuer der dort Arbeitenden. Überhaupt orientierten sich die Einwohner in der Verbandsgemeinde Seehausen nach Wittenberge. Die Stadt werde zum Einkaufen, für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen, für Fahrten mit der Bahn und für den Besuch kultureller Veranstaltungen genutzt. Die Einwohner in den Dörfern der Gemeinde Altmärkische Höhe sollen sich hingegen in Richtung Arendsee oder Osterburg orientieren. „Wittenberge ist für uns wichtig“, schätzt Wirtschaftsförderin Weigelt ein. Die junge Frau hat für die Zukunft auch noch einen Verbesserungsvorschlag. „Es wäre lobenswert, wenn die Busverbindungen von den Dörfern in der Verbandsgemeinde Seehausen nach Wittenberge und wieder zurück ausgebaut werden könnten.“

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