Noch nicht auf der Sonnenseite

Seehausen: Stadtrat stellt Beschlussvorlagen für die Errichtung von Solarparks zurück

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Links und rechts von der Bahnlinie soll in der Gemarkung Geestgottberg ein Solarpark entstehen.

Seehausen – Solarparks in Größenordnungen sollen in der Hansestadt Seehausen entstehen – konkret in den Gemarkungen Geestgottberg und Schönberg (AZ berichtete). Laut Beschlussvorlage wurde dem Stadtrat empfohlen, den Vorhaben „grundsätzlich“ zuzustimmen.

Doch daraus wurde bei der jüngsten Zusammenkunft des Gremiums nichts. Beide Beschlussvorlagen stellten die Abgeordneten zurück. Sie wollen zuvor von den Investoren wissen, inwieweit die Kommune von den Solarparks profitieren könnte und ob Sponsoring möglich wäre. Die Räte schielen dabei in Richtung Altmärkische Höhe, wo der Betreiber von Windkraftanlagen die Gemeinde und auch Vereine mit nicht unerheblichen Mitteln finanziell unterstützt. „Vielleicht könnte bei Entstehung der Solarparks etwas Strom für Seehausen abgezapft werden“, wünscht sich Ratsmitglied Willi Hamann, der auch dem wischestädtischen Bauausschuss vorsteht. Ein Dorn im Auge ist den Kommunalpolitikern die Tatsache, dass der Investor in der Gemarkung Geestgottberg „nicht die gesamten Kosten für den Flächennutzungsplan tragen kann“. Doch der ist nach Aussagen vom Landkreis Stendal erforderlich für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das geplante Gebiet.

Für einige Räte bedeutet die Errichtung von Solarparks eine „Verschandelung der Natur“. Und im Geestgottberger Bereich besteht noch ein anderes Problem: „Für Landwirte geht sehr wertvolles Ackerland verloren“, weiß Ratsherr Ralf Steinmetzer.

VON THOMAS WESTERMANN

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