Wasserverband investiert fast drei Millionen Euro

Seehausen: Sperrung in der Lindenstraße ab Mitte Juli

In vier Bauabschnitten werden bis Mitte Febraur 2021 Trink- und Abwasserleitungen im Bereich der Lindenstraße verlegt. Während der Arbeiten sind Straßensperrungen erforderlich.
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In vier Bauabschnitten werden bis Mitte Februar 2021 Trink- und Abwasserleitungen im Bereich der Lindenstraße verlegt. Während der Arbeiten sind Straßensperrungen erforderlich.

Seehausen – Die Vorarbeiten sind bereits angelaufen. Ab 20. Juli wird der Wasserverband Stendal-Osterburg (WVSO) in der Lindenstraße das Abwasser- und das Trinkwassernetz erneuern und die Leitungen damit modernisieren.

Der Mischwasserkanal aus DDR-Zeiten wird damit bald Geschichte sein.

„Bislang konnte das Abwasser nur grob geklärt werden. Es wurde dann direkt in den Aland geleitet“, erläutert Olaf Schmidt, Investbauleiter beim in Osterburg sitzenden Verband. Die Kosten von 2,8 Millionen Euro muss der Verband überwiegend alleine stemmen. „Einzig der Bau der Hauptabwasserleitung wird zu einem Teil aus Fördermitteln finanziert.“ Diese kostet allein 1,4 Millionen Euro, für zwei Drittel, knapp eine Million Euro, wurden Fördergelder bewilligt.

Die Arbeiten in der Lindenstraße sollen in insgesamt vier Bauabschnitten erfolgen. Die Einmündung am Schillerhain bis zur ersten Abfahrt an der Bialystoker Straße wird voraussichtlich bis Mitte August fertig gestellt. Der zweite Bauabschnitt geht von der Bialystoker Straße bis einschließlich zur Winckelmannstraße. Dieser Abschnitt soll bis Ende September fertiggestellt werden. Als dritter Bauabschnitt folgt der Bereich von der Winckelmannstraße bis zur Bahnstraße und abschließend der Bereich von der Bahnstraße bis zum Umfluter. Der letzte Teil, der bis weit in den Köppenberg führt, wird voraussichtlich Ende Februar 2021 fertig.

Bei den Baumaßnahmen wird es temporär zu Sperrungen des Trinkwasserzuflusses kommen. „Das passiert dann, wenn wir die neue Hauptleitung an das bestehende Netz anschließen“, erläutert Schmidt. „Dies erfolgt aber immer nur stundenweise und wird von uns rechtzeitig mitgeteilt.“ Der Zeitraum betrage dafür voraussichtlich je etwa zwei bis drei Stunden.

Das Bauvorhaben ist laut Schmidt in diesem Jahr das Wichtigste des Verbandes. Weitere könnten in den folgenden Jahren noch folgen. „Die Qualität der Versorgung ist in weiten Teilen unseres Einzugsgebietes auf einem ähnlichen Stand“, sagt er.

Eine organisatorische Schwierigkeit für den ein oder anderen Anwohner dürfte es sein, dass das eigene Grundstück während der Bauarbeiten teils nicht erreichbar sein werde.

Der genaue Tag, an dem die Lindenstraße im Bereich des ersten Bauabschnittes gesperrt werde, stehe noch nicht fest. Laut Investbauleiter Schmidt erfolgt eine Sperrung vor Beginn der Arbeiten, in der Regel 72 Stunden vor Beginn der Maßnahme. Verlaufe alles planmäßig, müssten sich Bürger der Wischestadt und Auswärtige ab Freitag, 17. Juli, auf Behinderungen einstellen.

Im Bereich zwischen Schillerhain und Waldemar-Estel-Straße wurden bereits im vergangenen Jahr die Schmutzwasserleitungen und Hausanschlüsse gelegt. Auch dort wurde eine Millionensumme in die Hand genommen. Insgesamt investierte der WVSO 1,7 Millionen Euro.

VON TOBIAS HENKE

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