Viel zu bemängeln

Seehausen: Polizei kontrolliert über 50 Lkw auf Parkplatz

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Bei den meisten Fahrern hatten Joachim Albrecht (r.) und seine Kollegen etwas zu beanstanden. Nicht so bei diesem Fahrer eines Lkw, der Getränke transportierte und gegen Mittag kontrolliert wurde.

Seehausen – Mit Blick auf das Sturmtief „Sabine“ sei zwar kurzzeitig darüber nachgedacht worden, die Kontrollen abzusagen, doch letzten Endes fanden sie doch statt und so wurden auf dem Rastplatz nördlich der Abfahrt von der Bundesstraße 189 nach Drüsedau am gestrigen Tag umfangreiche Lkw-Kontrollen von der Polizei vorgenommen.

Sie fanden im Rahmen einer europaweiten Aktion statt. Kontrolliert werden sollen Busse und Lkw, ein Bus wurde auf dem Rastplatz jedoch nicht kontrolliert. .

„Zwischen 7 und 13 Uhr haben wir uns insgesamt 54 Lkw angesehen“, ist von Joachim Albrecht vom Polizeirevier Stendal zu erfahren. Bei fast allen seien Verstöße festgestellt worden, die meisten sind zu schnell gefahren. „Man kann anhand der Fahrtenschreiber genau überprüfen, wo und wann jemand zu schnell gefahren ist“, erläutert der Beamte. Auf die Fahrer wartet in dem Fall ein Bußgeldbescheid.

Den gröbsten Verstoß gab es bereits am frühen Morgen, als bei einem Fahrer ein Promillewert vom 0,8 festgestellt wurde. Dieser musste seinen Rausch vor Ort ausschlafen und konnte, nachdem er in regelmäßigen Abständen kontrolliert wurde, erst weiterfahren, als er wieder nüchtern war. Glück im Unglück hatte er insofern, als dass er seinen Führerschein behalten kann. „Da er keinen Unfall gebaut hat, wird das Ganze als Ordnungswidrigkeit behandelt und ein entsprechendes Verfahren nun eingeleitet“, erläutert Polizist Albrecht, der darauf hofft, dass bei den kontrollierten Fahrern ein Lerneffekt eintritt. „Letztes Jahr haben wir eine ähnliche Kontrolle vorgenommen und dabei einen Schwerpunkt auf die Sicherung der Ladung gelegt. Bei der heutigen Kontrolle gab es hier weniger Auffälligkeiten als zuletzt, also kann man hier schon von einem Lerneffekt sprechen“, so Albrecht gestern gegenüber der AZ.

Bei der Kontrolle, auf die der fließende Verkehr bereits mehrere Hundert Meter vor dem Rastplatz hingewiesen wurde, waren nur Beamte des Stendaler Polizeireviers beteiligt. „Wenn der Sturm hier bei uns noch größere Schäden angerichtet hätte, wären heute nicht hier gewesen, sondern mit anderen Maßnahmen beschäftigt gewesen“. Die Lkw-Fahrer zeigten durchweg Verständnis für die Kontrollen durch die Beamten, hieß es.

VON TOBIAS HENKE

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