1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Seehausen

Seehausen: Mit „Mona Lisa“ auf die Dörfer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Westermann

Kommentare

Konsum
Mit dem Projekt „Mona Lisa“ soll die Versorgung im ländlichen Raum verbessert werden. Mittlerweile gibt es in den Dörfern kaum noch Einkaufsmöglichkeiten. Früher war fast überall ein Konsum vorhanden. © Thomas Westermann

Mit der Nahversorgung im hiesigen ländlichen Raum ist es nicht gerade gut bestellt. In der Verbandsgemeinde Seehausen gibt es lediglich ein Geschäft für den täglichen Bedarf in Groß Garz.

Seehausen - Das Projekt „Mona Lisa“ soll helfen, die Situation vor Ort zu verbessern. Osterburg und Seehausen erforschen dabei neue Wege der Nahversorgung.

Ende Januar des vergangenen Jahres erhielten die beiden Städte im Rahmen einer Videokonferenz von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner die Zuwendungsbescheide für das Projekt. Fakt ist, dass die Dörfer von zahlreichen mobilen Dienstleistern, wie Pflegediensten und Physiotherapeuten über Post- und Logistikdienstleistern bis hin zu Müllabfuhr und ÖPNV angefahren werden. Mit „Mona Lisa“ soll in Erfahrung gebracht werden, ob diese mobilen Dienstleister Waren des täglichen Bedarfs in die Ortschaften bringen können und über vollautomatische Versorgungslösungen wie begehbare Automaten oder Packstationen die Waren wiederum vom Einzelnen zeitunabhängig entgegengenommen werden können. Im Sommer des vergangenen Jahres war die Wirtschaftsförderin der Verbandsgemeinde Seehausen, Lisa Weigelt, gemeinsam mit ihrer Osterburger Kollegin Carola Thomsen in einigen Dörfern unterwegs, um das Interesse der Bevölkerung an „Mona Lisa“ zu erfahren. Und die Resonanz war durchaus positiv.

Die erste Projektphase sei mittlerweile durch, sagt Wirtschaftsförderin Weigelt gegenüber der AZ. Bald stehe die Testphase an. Nicht ausgeschlossen sei eine länderübergreifende Kooperation, denn auch in Prignitz und Wendland fehlen häufig Einkaufsmöglichkeiten im ländlichen Raum. Zudem sollen mit dem Projekt die regionalen Betriebe gestärkt werden, die ihre Produkte über „Mona Lisa“ veräußern können und sollen. Ob die Umsetzung in der Praxis letztlich gelingt, muss abgewartet werden. Lisa Weigelt macht auch deutlich, dass das Projekt scheitern könnte: „Aber wir haben es versucht.“

Auch interessant

Kommentare