Bürgermeister reagiert auf Artikel in der AZ und das Vorgehen des BUND

Seehausen: Kloth kritisiert Klage gegen Bau von A 14-Teilstück

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Rüdiger Kloth (rechts, hier bei der konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderates am Dienstag) ist mit dem Vorgehen des Umweltverbandes nicht einverstanden.

Seehausen – Der Kreisverband Stendal des Bundes für Umwelt-- und Naturschutz hat Klage gegen den Bau eines Teilstücks der A14 erhoben. Die AZ hatte diesbezüglich mit Susanne Bohlander, Kreisvorsitzende des BUND, gesprochen.

Rüdiger Kloth, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, kritisiert die Klage und auch die Art, wie um Spenden für die anfallenden Kosten der Klagebegründung geworben wurde. Auch die Verbandsgemeinde und die Hansestadt Seehausen klagen derzeit.

„Der Unterschied ist, dass der BUND die Autobahn verhindern will, uns geht es darum, dass wir die Belange der Bürger teilweise nicht ausreichend berücksichtigt sehen. Kommt uns das Land entgegen, würden wir die Klage zurückziehen“, so Kloth gegenüber der AZ „In dem genannten Bericht wird der Eindruck erweckt, dass der BUND die Interessen der betroffenen Einwohner in einem Klageverfahren vertreten wird. Das wurde von Frau Bohlander noch deutlicher auf der Infoveranstaltung des BUND in Geestgottberg so dargestellt. Noch dazu wurde in Geestgottberg im direkten Zusammenhang mit dieser Aussage um Spenden geworben. Einige Teilnehmer äußerten im Anschluss der Veranstaltung gegenüber dem Bürgermeister, dass sie sich „wie auf einer Verkaufsveranstaltung“ gefühlt hätten“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde.

Tatsache sei, dass eine Klage des BUND immer nur mit Bezug auf Umweltbelange Erfolg haben kann. Die Grundstückseigentümer und Anwohner könne der BUND somit nicht direkt vertreten, führt Kloth aus.

Bohlander hatte gegenüber der AZ auf die hohen Kosten einer Klage verwiesen, die Einzelpersonen sich gar nicht leisten könnten, da sie bis zu 40000 Euro betragen würden. Der Umweltverband seinerseits sei auf Spenden angewiesen, um die Klage erheben zu können. Im Seehäuser Verbandsgemeinderat hatte es bezüglich der Klage vor wenigen Monaten kontroverse Diskussionen darüber gegeben, ob man auch eine Klage einreicht oder nicht. Die Mehrheit beschloss diese, Bürgermeister Kloth selbst votierte dagegen.

VON TOBIAS HENKE

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