Im Schwibbogen-Komplex entstehen Wohnungen

Seehausen: Kaufhaus bleibt Geschichte

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Das einstige Warenhaus, ein markantes Objekt.

Seehausen – Es liegt leicht versteckt im Schatten des Rathauses und prägt dennoch das Stadtbild von einer Seite mit. Das frühere Kaufhaus am Schwibbogen soll nicht länger leer stehen. Bürgermeister Detlef Neumann (UWG) ist optimistisch.

„Wir haben mit dem Eigentümer, einem Seehäuser, gesprochen und er strebt eine Nutzungsänderung an.“

Im Klartext: In dem markanten Gebäude soll es künftig nur noch Wohnungen geben. „Der Startschuss soll zeitnah fallen. Ob der Umbau noch 2019 beginnen kann, bleibt abzuwarten. “ Aber natürlich: „Leerstand bedeutet vor allem auch: keine Einnahmen. Und wer will das schon?!“.

Leerstand und die Folgen.

Neues Leben in dem Komplex wäre für die gesamte Umgebung wichtig, ist Neumann im Gespräch mit der AZ überzeugt. Wenngleich die Aufteilung des Hauses schon eine Herausforderung sei. „Es handelt sich zum Großteil eben um typische Gewerberäume, sie müssen neu aufgeteilt und gestaltet werden.“ Wer dieser Tage durch die hohen Schaufenster blickt, sieht einiges Material herumliegen sowie da und dort leichtes Arbeitsgerät. Ob das bereits auf nahe Bauarbeiten schließen lässt, muss vorerst offenbleiben.

Das Gebäude sei übrigens bis in die 1930er-Jahre hinein ein jüdisches Geschäftshaus gewesen, weiß das Stadtoberhaupt um die Geschichte. Die Novemberpogrome änderten in Deutschland vieles. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende der Naziherrschaft bot nicht zuletzt die Handelsorganisation (HO) der DDR dort Waren an. Seit etwa zehn Jahren sei das Haus mehr oder weniger ungenutzt. Die Tür ist mit Holz vernagelt, einige Scheiben sind beschädigt, da und dort sammelt sich Dreck. tz

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