Nachbarstadt Seehausen könnte von der großen Veranstaltung profitieren

Mit Landesgartenschau punkten

Luftaufnahme von Wittenberge
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Die Elbestadt Wittenberge möchte im Jahr 2026 die Landesgartenschau ausrichten. Die Verbandsgemeinde Seehausen könnte davon profitieren.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Seehausen/Wittenberge. Die Stadt Wittenberge bewirbt sich für die Landesgartenschau 2026. Die Stadtverordnetenversammlung hat jüngst einstimmig beschlossen, eine entsprechende Interessenbekundung beim Land einzureichen. Das zweistufige Verfahren sieht zunächst eine Interessenbekundung mit den ersten Vorstellungen vor. Sollte Wittenberge damit überzeugen, hat die Stadt zusammen mit vier weiteren Mitbewerbern bis März 2022 Zeit, ein ausgefeiltes Konzept mit den konkreten Vorhaben einzureichen.

Bauamtsleiter Martin Hahn stellte erste Ideen vor. „Wir wollen die Transformation einer traditionsreichen Industriestadt an der Elbe erlebbar machen“. Aktuelle Entwicklungen wie die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes und des Clara-Zetkin-Parks spielen dabei genauso ein Rolle wie der zukünftige Umgang mit Freiflächen. Zum geplanten Kerngebiet der Landesgartenschau gehört neben dem Bahnhof und dem Clara-Zetkin-Park auch der Stadtpark sowie Teile des städtischen Friedhofes und der daran angrenzenden Grünflächen. Darüber hinaus will die Stadt natürlich mit ihrer besonderen Lage punkten. Die Nähe zur Elbtalaue und dem Biosphärenreservat und der internationale Elberadweg treffen auf Themen wie Hochwasserschutz, Klimaschutz und nachhaltige Stadtentwicklung. Auch der Stadtumbau im Gründerzeitviertel an der Jahnschule und die Entwicklung des Stadtzentrums „Neue Mitte“ sind Themen, die mit einfließen sollen.

Könnte von der Landesgartenschau in Wittenberge auch die Verbandsgemeinde Seehausen profitieren? AZ hat bei drei Kommunalpolitikern nachgefragt.

Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth erhielt hinsichtlich der Landesgartenschau einen Anruf vom Wittenberger Bürgermeister, ob die nördliche Altmark die Schau unterstützen würde. Der Verwaltungschef verfasste daraufhin ein Schreiben an die Elbestadt, indem er die Ausrichtung ausdrücklich begrüßte. „Es wird ja schon länger länderübergreifend zusammengearbeitet, sei es in Sachen Tourismus oder auch Wirtschaft“, sagt Kloth.

Verbandsgemeinderatsmitglied Bernd Kloss könnte sich vorstellen, dass zwischen Altmark und Wittenberge aufgrund der Landesgartenschau eine Kooperation entsteht. „Wir sind im Norden der Altmark mit Gärten gut aufgestellt“, meint der Wanzeraner und erinnert an die Tage der offenen Gärten, an denen er sich mit seiner Ehefrau Christina regelmäßig beteiligt.

Dr. Walter Fiedler, Vize-Bürgermeister der Hansestadt Seehausen, befürwortet die Landesgartenschau in der Nachbarstadt Wittenberge und denkt, dass damit auch die Wischestadt punkten könnte. „Wir haben einige Sehenwürdigkeiten wie beispielsweise das Turmuhrenmuseum und die Petri-Kirche mit Türmerwohnung, die die Gartenschaubesucher besichtigen könnten.“

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