Stadtrat gegen Bebauungsplan für Solarpark: Hochwertiges Ackerland wäre verloren

Seehausen: Absage an Fotovoltaik-Freiflächenanlagen

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Direkt an der Bahnlinie zwischen Losenrade und Geestgottberg will ein Münchener Investor einen Solarpark errichten. Der Seehäuser Stadtrat lehnt das Vorhaben ab.

Seehausen – Ein Investor aus München möchte entlang der Schienenwege zwischen Losenrade und Geestgottberg Fotovoltaik-Freiflächenanlagen errichten. Die Grundstücke liegen direkt an der Bahnstrecke Magdeburg-Wittenberge.

Laut des bayerischen Unternehmens sind die Teilflächen der Grundstücke mit insgesamt circa 14,6 Hektar als Standort für Freiflächenanlagen sehr günstig gelegen. „Die Module können optimal nach Süden ausgerichtet werden und erhalten damit eine optimale Einstrahlung von der Sonne“, heißt es in einem Schreiben an die Verbandsgemeinde Seehausen. Knapp 4.000 Haushalte könnten laut den Investoren mit umweltfreundlichem Solarstrom versorgt werden.

Doch die Sache hat einen Haken. Hochwertiges Ackerland, das derzeit von Landwirten genutzt wird, würde dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Seehäuser Stadtrat beschäftigte sich mit der Thematik bereits auf seiner Sitzung im Juni dieses Jahres (die AZ berichtete). Insbesondere der praktizierende Landwirt Ralf Steinmetzer äußerte Bedenken zum Vorhaben Fotovoltaik-Freiflächenanlagen.

Auf der jüngsten Sitzung des Gremiums am Donnerstag stand ein Aufstellungsbeschluss eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Solarpark Geestgottberg“ auf der Tagesordnung, den die Räte eine Absage erteilten – eben aus den oben genannten Gründen.

tw

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