Jüstel: „Alles im grünen Bereich“

Seehäuser Wochenmarkt mit Frischeprodukten läuft in der Corona-Krise gut

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Marktmeister Meinhard Jüstel (r.) ist mit dem Wochenmarkttreiben auf dem Seehäuser Postplatz in Corona-Zeiten zufrieden.

Seehausen – Der Seehäuser Wochenmarkt in Zeiten der Pandemie: Immer dienstags sind Marktmeister Meinhard Jüstel und seine Mitstreiter auf dem Seehäuser Postplatz vor Ort. Nur vor 14 Tagen war dies nicht der Fall.

Aufgrund der Corona-Krise gab es Abstimmungsschwierigkeiten mit der Verwaltung, die wegen der gesundheitlichen Risiken kurz die Notbremse gezogen hatte.

Doch schon eine Woche später lief das Markttreiben wieder an. Allerdings nur mit Frischeprodukten, Textilhändler blieben fern. Angesichts der geschlossenen Geschäfte in der Hansestadt merkte eine Frau an, dass auch Händler mit Socken, Pullovern und Strickwaren den Markt bereichern könnten. „Die Leute brauchen doch Sachen.“ Marktmeister Jüstel wiegelt ab: „Aus moralischer Sicht sei es nicht akzeptabel, wenn die Geschäfte schließen müssen und ich die Händler auf den Markt hole“, sagte er gestern im Gespräch mit der AZ.

„Ich setze voll auf Frischeprodukte. Käse, Eier, Kartoffeln, Honig und weitere Dinge laufen gut. Es ist alles im grünen Bereich. Die Geschäfte laufen fast so gut wie früher“, so der Obstverkäufer aus dem Ort Rosenhof in der Gemeinde Hohenberg-Krusemark. Wer gestern auf dem Seehäuser Wochenmarkt fehlte, war der Fischhändler aufgrund einer leichten Erkrankung. Zudem achten, hebt Jüstel hervor, die Kunden darauf, den nötigen Abstand zu halten.

Der Wochenmarkt diene der Grundversorgung der Bevölkerung und soll auch ein Beitrag zur Entlastung der Supermärkte sein, meint der Altmärker. „Die Kunden freuen sich über die Frischeprodukte und die Händler über die guten Geschäfte in den gegenwärtig doch schwierigen Zeiten.“

Derzeit wird darüber nachgedacht, den Markt am Dienstagvormittag mit dezenter Musik zu bereichern. Ein entsprechendes Angebot machte der langjährige DJ Peter Stepanek. Meinhard Jüstel ist nicht unbedingt abgeneigt: „Musik zieht Leute an, genauso wie das Licht“, weiß der Marktmeister.

VON THOMAS WESTERMANN

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