Putzen, bauen und hoffen in der Freizeitstätte

Seehäuser Waldbad: Förderverein sagt bis Pfingsten alle Termine ab

Derzeit ist noch fraglich, ob Waldbad-Besucher an Pfingsten ins Nichtschwimmerbecken steigen können.
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Derzeit ist noch fraglich, ob Waldbad-Besucher an Pfingsten ins Nichtschwimmerbecken steigen können.

Seehausen – In Sachsen sollen Freibäder ab kommenden Montag, 18. Mai, öffnen dürfen. Am Sonntagnachmittag meldete Thüringen Planungen, wonach die Badesaison am 1. Juni (Pfingstmontag) starten könnte.

Just zur gleichen Zeit entschied der Vorstand des Waldbad-Fördervereins in Seehausen, alle bis Pfingsten geplanten Termine zu streichen.

Denn in Sachsen-Anhalt gibt es derzeit keine Festlegungen, ob und – falls ja – wann sich hierzulande die Freibad-Türen für Besucher öffnen könnten. So informierte Vereinschef Dr. Walter Fiedler Sonntagabend über die Terminabsagen von Arbeitseinsatz (16. Mai), Kinovorführung (29. Mai), Anbaden (30. Mai) und Kinderfest (1. Juni). Vorerst verschoben werde dagegen das für den 19. bis 21. Juni geplante Schwimmfest („Non-Stopp-Schwimmen“) auf das erste September-Wochenende.

Noch keine Festlegungen gibt es zu weiteren Aktivitäten wie Beachvolleyball-Turnier (29. August), September-Arbeitseinsatz und Abbaden. Letzteres war ursprünglich – je nach Wetterlage – für den 30. August oder 6. September geplant.

Den Ersatztermin für das Schwimmfest hatten die wischestädtischen Waldbad-Förderer schon länger in der Schublade, wie es Dr. Walter Fiedler am vergangenen Donnerstag während der Stadtrat-Sitzung andeutete. Wegen möglicher Spekulationen sollte dieser aber nicht vor der für Sonntag angekündigten Entscheidung öffentlich gemacht werden.

Insgesamt äußerte sich der Fördervereinschef mit Blick auf die bevorstehende Waldbad-Saison aber noch hoffnungsvoll optimistisch. Dies liege nicht zuletzt daran, dass in Seehausen der Bade-Startschuss planmäßig erst am Pfingst-Wochenende erfolgen sollte und nicht wie vielerorts bereits Mitte Mai. Den positiven Blick für das Waldbad angesichts der allgemeinen Corona-Beschränkungen unterstützte der Seehäuser Bürgermeister: „Von allen Seiten wird empfohlen, den diesjährigen Sommerurlaub zuhause zu verbringen. Da kann man die Freibäder doch nicht geschlossen halten“, betonte Detlef Neumann.

Auf eine Besonderheit des Waldbades wiesen allerdings beide Kommunalpolitiker hin. Weil der Betrieb des Bades nicht in eigener Regie erfolgt, müssten alle Entscheidungen mit dem Vertragspartner in Wittenberge verhandelt werden. Dazu gehören auch die von Dr. Fiedler ins Gespräch gebrachten Optionen, den Saisonstart um eine Woche zu verschieben und dafür bei entsprechender Wetterlage bis Mitte September zu öffnen.

Ungeachtet der aktuellen Corona-bedingten Ungewissheit laufen die Saison-Vorbereitungen in der Freizeitstätte auf Hochtouren, wenn auch nicht völlig planmäßig. Wie schon in der Vergangenheit erbringt die „Seniorenbrigade“ dabei wieder einen maßgeblichen Teil der Renovierungsarbeiten – allein im ersten Quartal dieses Jahres mehr als 900 Stunden bei 40 Arbeitseinsätzen. Doch die Freizeit-Handwerker sowie ein beauftragter Fachbetrieb wurden zwischenzeitlich auch vom Coronavirus ausgebremst, sodass die Fertigstellung des Planschbeckens wohl nicht bis Ende Mai gelingen werde. Ansonsten liege man gut im Rennen, werde auch die barrierefrei gestalteten Zugänge schaffen, erklärte Dr. Fiedler am Donnerstag. Montags, mittwochs und freitags jeweils von 8 bis 12 Uhr sind die Senioren-Handwerker im Einsatz. „Wer Zeit und Lust hat“, sei willkommen, um helfend mit Hand anzulegen. „Es gibt immer kleine Arbeiten, die erledigt werden können.“

VON FRANK SCHUMANN

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