Bürgermeister Detlef Neumann reagiert auf Kritik

Seehäuser Vereine wollen ihr eigenes Haus

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In der ehemaligen Klosterschule wäre genug Platz für alle Seehäuser Vereine. Aber die Herrichtung der Räumlichkeiten würde sehr viel Geld kosten.

Seehausen – Die Rufe nach einem Vereinshaus werden in Seehausen immer lauter. Erst auf der Jahreshauptversammlung des Seehäuser Karnevalsverein wurde ein fehlender Probenraum beklagt. Gespräche mit der Stadt seien diesbezüglich erfolglos gewesen.

Es werde sich um so viele Dinge gekümmert, aber nicht um die Vereine, hieß es (die AZ berichtete).

„Das sind schwere Vorwürfe, die ich so nicht hinnehmen kann“, reagierte Bürgermeister Detlef Neumann gegenüber der AZ auf die Kritik. Bereits zum 60. Jubiläum vor etwa fünf Jahren des Karnevalsvereins wurde der Wunsch nach einem Probenraum an den Bürgermeister herangetragen. Der wollte diesbezüglich von den Spaßmachern ein kurz verfasstes Schriftstück, das er dann in den Stadtrat als Handlungsgrundlage zur Diskussion einbringen wollte.

„Es ist nichts passiert, es ist nie ein Schreiben eingetroffen“, so das Stadtoberhaupt. Auch andere Vereine wie die Sportgemeinschaft (SG) und die Kunst- und Trödelmarktweiber möchten ein Domizil besitzen. Auch von ihnen verlangte der Bürgermeister ein kurzgefasstes Schreiben, ein Dreizeiler wäre ausreichend. Aber auch diese Vereine hätten nicht reagiert.

Die Idee zu einem Vereinshaus hat Bürgermeister Neumann übrigens schon seit einigen Jahren. Aufmerksam wurde er darauf durch das Vereinshaus in Stendal. Ihm schwebt die ehemalige Klosterschule dafür vor. „Dort wäre genug Platz für die vielen Vereine vorhanden.“ Doch mit der Umsetzung wird es angesichts der finanziellen Situation noch dauern. „Wir haben derzeit das Waldbad im Fokus.“

Die Kosten für die Herrichtung der Ex-Klosterschule als Vereinshaus schätzt das Stadtoberhaupt auf 400 000 bis 500 000 Euro. Hinzu kommen die Bewirtschaftungskosten, denn auch Strom, Wasser und andere Dinge müssen bezahlt werden. Da könnten über das Jahr schon so an die 5000 Euro anfallen. Zwar signalisierten Vereine die Bereitschaft zur Beteiligung an den Kosten, aber dennoch sei es bis zu einem Vereinshaus noch ein weiter Weg.

VON THOMAS WESTERMANN

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