1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Seehausen

Tempo 70 für mehr Sicherheit

Erstellt:

Von: Thomas Westermann

Kommentare

Radler auf der K 1020
Linke und Bündnisgrüne des Seehäuser Stadtrates sprechen sich für eine durchgehende 70-km/h-Regelung auf der sanierten Kreisstraße 1020 aus. © Westermann

Seehausen. Am heutigen Donnerstag befasst sich der Stadtrat Seehausen mit dem Antrag der Fraktion Die Linke – Bündnis 90/Die Grünen zur ausgebauten Kreisstraße 1020. Die beiden Kommunalpolitikerinnen Kathrin Baier und Susanne Bohlander beantragen, die dort jetzt mögliche Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern auf 70 km/h zu begrenzen.

Der Antrag fand sowohl im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Soziales und Kultur wie auch im Bau, Ordnungs- und Umweltausschuss zuvor einhellige Zustimmung, meint Bohlander. Doch dies entspricht nicht ganz den Tatsachen. Carsten Steinke, Stadtratsmitglied und zweiter Vize-Bürgermeister Seehausens, sprach sich während der Sitzung eines Fachausschusses ganz klar gegen eine 70-km-Regelung aus. „Ich werde dagegen stimmen“, merkte der Kommunalpolitiker bei der Beratung an.

In der heutigen Stadtratsitzung soll ein Vertreter der Landesstraßenbaubehörde zu dem Thema Stellung nehmen. Bohlander schildert die Sachlage: Es handele sich bei den Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung um zwei sehr kurze Abschnitte. Der dritte Abschnitt sei zwar 1,4 Kilometer lang, habe aber mittendrin eine Kurve, die laut Verkehrsschild als Gefahrenstelle gekennzeichnet sei und wo vermutlich eine Reduzierung der Geschwindigkeit aus diesem Grund angebracht ist. Eine Anpassung der Geschwindigkeit auf durchgehend 70 km/h sei auch in Anbetracht anderer Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger angebracht. Die K 1020 sei nach der Sanierung lediglich etwa 50 Zentimeter breiter. Hinzu komme: Der bis auf die eine Kurve gerade Verlauf der Straße und der neue Asphalt verleiten zum Schnellfahren. Die Straße sei für alle Verkehrsteilnehmer zugelassen. Eine Begrenzung auf 70 km/h sei auch im Interesse der Anwohner in Wegenitz. Sie berichten, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h nicht eingehalten werde, weil ja kurz vorher und kurz danach wieder 100 Stundenkilometer gefahren werden dürfe.

Auch interessant

Kommentare