Geschäftsleute initiieren immer wieder Aktionen für ein schöneres Seehausen

Rührige Händler mischen mit

Händler beim Probesitzen auf einer neuen Holzbank
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Petra Cornehl (l.), Tobias Jabke und Sigrid Haut beim Probesitzen auf einer nagelneuen Holzbank an der Mühlenstraße, die die Seehäuser Händler sponserten.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Seehausen. In einem eingetragenen Verein sind die Seehäuser Händler zwar nicht organisiert, aber ein zwangloser Verbund funktioniert in der Wischestadt auch. Rund 30 Unternehmerinnen und Unternehmer sind dabei. Mit verschiedenen Aktionen machen sie immer wieder auf sich aufmerksam und wollen der Stadt auch etwas Gutes tun.

Ein Beispiel dafür ist das alljährliche Kürbisfest, das die Einzelhändler und Gewerbetreibenden aus der Taufe gehoben haben und immer wieder viele Besucher anzieht. Verschiedene unterhaltsame Angebote locken dann in die Geschäfte. Bis zur Schließung des Prima-Schuhgeschäftes an der Mühlenstraße konnten Kinder während der Kürbisfeste beispielsweise dort malen. Gegenüber befindet sich das Geschäft von Uhrmachermeister Günther Haut. Seine Frau Sigrid hatte dort immer ein Herz für den Nachwuchs und las den Mädchen und Jungen vor. Christian Buness, ein begeisterter Oldtimerfreund, stellte auf dem Hof seines Eisen- und Haushaltswarengeschäfts alte Technik zur Schau. Mittlerweile ist der Rentner in der Firma noch als Berater tätig, das Unternehmen Buness wird von Tobias Jabke, einem langjährigen Mitarbeiter, geleitet.

Die Händler kümmern sich zudem um ein schöneres Stadtbild und stellen Blumenkübel auf. Der neueste Streich sind vier massive Bänke, hergestellt in der Krüdener Holzwerkstatt, die demnächst während eines Stadtbummels zum Verweilen einladen sollen und von den Händlern gesponsert sind. Circa 1400 Euro seien dafür ausgegeben worden, weiß Geschäftsfrau Petra Cornehl, die dem losen Händlerverbund angehört. Die erste Bank stellte sie gemeinsam mit Sigrid Haut und Tobias Jabke dieser Tage an der Mühlenstraße auf, wo sich dahinter noch eine Baulücke befindet, die auf Schließung wartet. Eine weitere Bank soll ihren Platz am neuen Gebäude an der Lindenstraße finden, in dem sich künftig Apotheke und ein Café befinden werden. Über die Standorte der verbleibenden zwei Bänke werde der Stadtrat befinden, sagte Cornehl im Gespräch mit der AZ. Das Geld für die Sitzgelegenheiten stammt übrigens vom Verkaufserlös des erfolgreichen Straßentrödelmarktes im vergangenen Jahr.

Die nächste Aktion lässt nicht lange auf sich warten. Am Freitagnachmittag gibt es mit den Händlern ein „Frühlingserwachen“. Dann sollen die Geschäfte mit vielen Primeln bunter werden. Einwohner und Gäste der Hansestadt werden dann mit den Frühlingsblühern beschenkt.

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