Seehäuser Carnevals-Club (SCC) präsentiert zum Jubiläum dem begeisterten Publikum Nostalgisches und Neues

Sechs Jahrzehnte die Uhr zurückgedreht

Hoch das Bein, Luft muss rein: Krönender Abschluss beim aktuellen SCC-Programm „Wer hat an der Uhr gedreht – Kinder, wie die Zeit vergeht“ war das Männerballett. Das Publikum in der Seehäuser Wischelandhalle war von so viel Liebreiz voll begeistert.

Seehausen. Unter dem Motto „Wer hat an der Uhr gedreht – Kinder, wie die Zeit vergeht“, feiert der Seehäuser Carnevals-Club (SCC) in dieser Session sein 60-jähriges Bestehen.

Und die Närrinnen und Narren vom Aland haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um ein kurzweiliges Programm auf die Beine zu stellen, das die Spaßmacher am Sonnabend einem ausgelassenen Publikum in der prallgefüllten Wischelandhalle präsentierten.

„Wir haben 60. Geburtstag“: Mit diesen Worten begrüßte SCC-Vorsitzender und Zeremonienmeister Burkhard Lüdicke die Feierwilligen. „Was wir für die Stadt Seehausen getan haben, zeigt uns diese volle Halle“, freute sich der Chef-Narr. Bevor Siska Drogi in die Rolle des rosaroten Panthers schlüpfte und an der auf der Bühne befindlichen Uhr drehte, um die sechs Jahrzehnte Karnevalsvereinsgeschichte Revue passieren zu lassen, verkündete das Prinzenpaar Olaf I. und Manja I. die Regeln des Abends. Mit dabei waren auch die Kinder-Tollitäten Julian I. und Lilli Fee I. Burkhard Lüdicke konnte zudem das Silberprinzenpaar Ros-witha und Hartmut Bielefeld begrüßen, die im Wendejahr 1989/90 die Regentschaft inne hatten.

Und dann ging es endlich los – das gut dreistündige Programm, das mit einem Mix aus Tanz und Gesang für beste Stimmung sorgte. Dabei wurde auch auf Bewährtes aus den vergangenen Jahrzehnten zurück- gegriffen. So ließen Margit Hildebrandt und Helga Brückner nochmals den Schweinetango aufleben. Das SCC-Urgestein Günter Hildebrandt mit seinen Ü-Girls erfreute das Publikum mit bekannten Schlager-Ohrwürmern. Auch die drei weißen Tauben, die einst das Seehäuser Rathaus beschmutzten, fanden erneut ihren karnevalistischen Niederschlag. Damals stand der 2012 verstorbene Bürgermeister Ewald Duffe höchstpersönlich auf der Bühne, um das Lied zu schmettern. Vorgestern schlüpfte Frank Wiese in die Rolle des Stadtoberhauptes, um sich über die „Ratten der Lüfte“ zu ärgern, die schließlich ein Jäger alias Dörk Krüger zur Strecke brachte.

Neben den nostalgischen Darbietungen gab es aber auch viel Neues. Dazu gehörten beispielsweise die Büttenrede von Martina Helmecke und Jürgen Ulrich sowie der Ostrock. Aktuell war ferner der Schwarzlichttanz, bei dem Christina Timm Helene Fischers Hit „Atemlos“ live sang, begleitet von den Sternchen. Für mächtig Stimmung sorgten Sven Peuker und die Oldie-Blaskapelle mit ihrem Westernhagen-Medley. Krönender Abschluss war dann das Frauen- und Männerballett.

Von Thomas Westermann

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