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Seehäuser: Kameraden und Sanitäter gedenken der getöteten Polizisten

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Von: Thomas Westermann

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Feuerwehrleute und Sanitäter vor Fahrzeugen
Freiwillige Feuerwehren, Rettungssanitäter und Verwaltungschef Rüdiger Kloth hielten gestern auf dem Gelände der wischestädtischen Wehr eine Schweigeminute für die getöteten Polizisten und deren Angehörige ab. © Thomas Westermann

Seehausen. „Heute sind wir alle Polizisten.“ Diese Botschaft haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen auf ihrer Seite in einem sozialen Netzwerk weiß auf dunklem Hintergrund geschrieben. Der Grund dafür ist die Tötung von Polizeikommissaranwärterin Yasmin B. und Polizeioberkommissar Alexander K. am Montag dieser Woche im rheinland-pfälzischen Landkreis Kusel. Die 24-jährige Beamtin und der 29-jährige Beamte wurden erschossen, weil die von ihnen kontrollierten Täter offenbar Wilderei vertuschen wollten.

Am Freitag wurde angesichts der Trauer und des Entsetzens über die Tat in vielen Orten der Bundesrepublik den beiden Toten mit einer Schweigeminute gedacht. Auch in der Hansestadt Seehausen gab es eine Schweigeminute auf dem Gelände der Feuerwehr. Circa zehn Fahrzeuge von den Brandbekämpfern aus der gesamten Verbandsgemeinde Seehausen und vom Johanniter-Rettungsdienst mit eingeschaltetem Blaulicht standen auf dem Areal. Davor gedachten Feuerwehrleute, Rettungssanitäter und auch Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth den beiden ermordeten Polizisten.

Die Idee, sich an der Schweigeminute zu beteiligen, hatte Lutz Mewes, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Krüden-Vielbaum, der zudem die Funktion eines stellvertretenden Vize-Verbandsgemeindewehrleiters bekleidet, sagte Verwaltungschef Kloth gegenüber der AZ, der es erschreckend findet, dass die Übergriffe auf Polizisten und auf Rettungskräfte immer häufiger werden und die Gesellschaft verrohe. „Mord ist der Gipfel. Es ist der Respekt verloren gegangen für jene Leute, die zum Schutz der Bevölkerung da sind.“

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