1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Seehausen

Schmiedefeuer wieder entfacht

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Detlev Steinke (l.) ließ zum Tag des offenen Denkmals in Beuster altehrwürdiges Handwerk aufleben. Als Vorschläger machte Höhe-Bürgermeister Bernd Prange in der alten Schmiede eine gute Figur.
Detlev Steinke (l.) ließ zum Tag des offenen Denkmals in Beuster altehrwürdiges Handwerk aufleben. Als Vorschläger machte Höhe-Bürgermeister Bernd Prange in der alten Schmiede eine gute Figur.

Beuster. Neben vielen anderen Orten war auch Beuster in diesem Jahr wieder ein Anziehungspunkt für viele Besucherinnen und Besucher zum Tag des offenen Denkmals. Der Verein „Beusteraner Deichkieker“, der Förderverein der St.

-Nikolaus-Kirche und die Kirchengemeinde hatten sich schon langfristig auf den zu erwartenden Besucheransturm vorbereitet.

An der „Alten Schmiede“, die als zentraler Punkt des Ortes angesehen werden kann, war wieder das Schmiedefeuer vom Kunstschmied Detlev Steinke entfacht worden, und unter seinen geschickten Händen entstanden wieder viele schmiedeeiserne Gegenstände, die auch bei der Restaurierung von Denkmalen als Unikate benötigt werden. Wer es sich zutraute, der durfte dem Meister als Vorschläger zur Seite stehen. Auch der Kreistagsabgeordnete und Bürgermeister der Gemeinde Altmärkische Höhe, Bernd Prange, zeigte bei seinem Einsatz Geschick und viel Kraft. Vor der Schmiede konnten die Besucher beim Schroten von Getreide und beim Verspinnen von Schafwolle zu Garn dabei sein. Gerd Hiller und Peggy Bäse gaben dabei bereitwillig Antwort auf gestellte Fragen.

In der benachbarten St.-Nikolaus-Kirche war die Veranstaltung auf das Motto des Tages „Holz“ ausgerichtet. Eine Andacht durch Pastor Roland Jourdan, musikalisch umrahmt durch das Bläserquartett Beuster unter Leitung von Halldor Beier, gab den Auftakt zu dem Vortrag. Bevor aber Friedrich-Christoph von Saldern dazu seine Ausführungen gab, stellte Dr. Volker Stephan, Vorsitzender des Fördervereins St.-Nikolaus-Kirche Beuster, als Ortskurator die Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und die Stiftung preußisches Kulturerbe vor. Was macht Holz so bedeutsam für unser aller Leben? Weshalb ist der Naturstoff Holz in den Fokus des diesjährigen Tages des offenen Denkmals geraten? Diesen und viele anderen Fragen ging Friedrich-Christoph von Saldern in seinem interessanten Vortrag nach. Auch aktuelle Zahlen zum Holzeinschlag, der in Deutschland nachhaltig bewirtschafteten Wälder, fanden Beachtung. Zum Schluss konnten die Besucher Fragen zur Thematik Holz an den Forstwirt mit 60-jähriger Berufserfahrung stellen, der in seinem Leben 650 000 Kubikmeter Holz eingeschlagen, aufgeforstet und vermarktet hat. Sein Fazit: „Holz ist einfach wunderbar, und mein Beruf ist für mich der schönste und befriedigendste.“

Von Walter Schaffer

Auch interessant

Kommentare