Krankenhaus-Chefin blickt zurück und schaut nach vorn

Rund 12 800 Patienten behandelt

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Die Geschäftsführerin des Agaplesion-Diakoniekrankenhauses in Seehausen, Maria Theis, bilanzierte das vergangene Jahr und schaute auch schon auf 2013.

Seehausen. Das Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus hat nach wie vor seine Daseinsberechtigung als medizinische Einrichtung im Norden Sachsen-Anhalts. Dies steht für Geschäftsführerin Maria Theis fest.

Gestern blickte sie auf 2012 zurück und gab zudem einen Ausblick auf das noch junge Jahr 2013.

Zunehmend möchte sich das Krankenhaus zum Gesundheitszentrum mit gesundheitsfördernden Angeboten entwickeln. Theis nannte Einrichtungen, die sich im Haus schon etabliert haben. Dazu gehören die Filialpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung, die Salus-Tagesklinik, die HNO-Praxis, die Urologie und neuerdings auch die Neurochirurgie. Ferner bietet die Physiotherapie ambulante Behandlungen an. Seit vergangenen Jahres verfügt das Seehäuser Krankenhaus auch über Kompetenz in Sachen Diabetologie. Dafür konnte die Fachärztin Dr. Dorothee Steiger gewonnen werden, die dabei von Ärztin Petra Müller besonders unterstützt wird. In diesem Jahr wird zudem die Fach-Zertifizierung „Diabetes geeignetes Krankenhaus“ angestrebt. Und nicht nur das: Die Seehäuser wollen angesichts der immer älter werden Bevölkerung die Initiative zum „demenzfreundlichen Krankenhaus“ ergreifen. Darum kümmert sich die Ethikkommission. „Als der Gesundheitsversorger der Region müssen wir uns mit dieser Thematik befassen“, meint Theis.

Gut angelaufen und weiter ausgebaut werden sollen laut Geschäftsführerin die Informationsveranstaltungen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu verschiedenen medizinischen Themen. Froh ist sie auch darüber, dass eine Lücke in der Führungsriege der chirurgischen Abteilung geschlossen werden konnte. Nachdem Dr. Franz-Josef Schmidt in den Ruhestand ging, gab es mit Dr. Johann Anzer einen weiteren „guten Mann“.

Übrigens wurden in 2012 rund 12 800 Patienten im Krankenhaus behandelt. Circa 5000 Personen bekamen eine stationäre Versorgung, etwa 4000 Patienten eine ambulante Behandlung. Rund 760 Personen behandelte Oberarzt Dr. Olaf Schrank von der Chirurgischen Abteilung nach Arbeits- und Wegeunfällen.

Bei allen Erfolgen gibt es auch Dinge, die Maria Theis Sorgenfalten bereiten. Eine große Herausforderung sei es, mit steigenden Kosten zurecht zu kommen. Sie nannte beispielsweise Strom, Haftpflichtversicherungen und tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhungen beim Personal. Zuschüsse gebe es keine. Die Geschäftsführerin hat zudem einen Wunsch, nämlich den, dass die Patienten weiter das Vertrauen zum Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus behalten.

Von Thomas Westermann

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