Rund um die Mühle

Hartmut Neuman (v.l.) und der gelernte Windmüller Walter Plath aus Schmersau beantworteten die vielen Fragen der Besucher.

Wanzer - Von Walter Schaffer. In diesem Jahr begeht der Mühlen- und Heimatverein Wanzer sein zehnjähriges Bestehen. Bereits ein Jahr nach der Gründung begann die Tradition der jährlichen Mühlenfeste am Pfingstmontag, denn dieser Tag ist 1994 bundesweit zum „Deutschen Mühlentag“ erklärt worden.

Rund 1000 Mühlen der unterschiedlichsten Bauart standen bundesweit Pfingstmontag für die Besucher offen. In diesem Zusammenhang fanden überall im Land Führungen und Mühlenfeste statt.

So war es auch in diesem Jahr wieder in Wanzer mit seiner Bockwindmühle zu erleben. Das etwas wechselhafte Wetter konnte den Besucherstrom aus nah und fern nicht bremsen und so war der Platz an der Kirche bereits zum Beginn des Festes um die Mittagszeit recht gut gefüllt. Die Düfte von knusprig gebratenem Schweinefleisch und Pizzen der unterschiedlichsten Art strömten den Gästen am Backhaus entgegen. Ein Bal-keninspruch an dem am Deich gelegenen schönen Fachwerkhaus konnte die Atmosphäre recht gut darstellen. „Düt Hus kikt in dat gröne Land und segt gon dag gif mi de Hand – Küm rin lov nich drög vorbi min beste drunk de is for di“. Ja, und trocken brauchte wahrlich keiner vom Festplatz zur Mühle laufen, denn für Getränke hatte man bestens gesorgt. Kirschbier war auch in diesem Jahr wieder der große Renner.

Kaffee und Kuchen konnte man unter den mit Planen bespannten Sitzgruppen genießen. Dabei erklangen Volkslieder und andere Unterhaltungsmusik live vom Akkordeon, welches Werner Jose aus Werben mitgebracht hatte. Er demonstrierte damit die gute Zusammenarbeit zwischen dem Biedermeiersommer in Werben und dem Mühlenfest. Das Marionettentheater „Bille“ aus Leipzig erfreute die kleinen und auch großen Besucher mit dem Märchen „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“.

Wer etwas Zeit zur Besinnung brauchte, für den war die Kirche und das neu eingerichtete kleine Museum geöffnet. Durch den leicht böig wehenden Wind konnte die Mühle in Betrieb gesetzt werden. Besucherpausen gab es für die Vorstandsmitglieder Bernd Kloss und Hartmut Neumann kaum. Ihre informativen Gespräche zur Mühle und dem Verein waren ständig gefragt.

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