Projektleiter blickt auf Tafelgärtensaison zurück und schaut auf 2022

„Es müssen mehr Kräfte kommen“

Tafelgarten in Krüden
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In den Tafelgärten in Krüden und Seehausen ist die Erntesaison 2021 fast beendet. Sie werden bis Ende dieses Monats schon für das nächste Jahr vorbereitet.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Die Saison in den Tafelgärten in Seehausen und Krüden neigt sich dem Ende zu. Am heutigen Donnerstag hat die Ausgabestelle in der Garage an der Seehäuser Petrikirche von 10 bis 12 Uhr letztmalig in diesem Jahr geöffnet. Hans Hildebrandt als Projektleiter blickt im AZ-Gespräch auf die Saison zurück und schaut schon mal auf das nächste Jahr.

„Wir haben in diesem Jahr etwas später mit der Bewirtschaftung angefangen. Zum einen spielte dabei die Witterung eine Rolle und zum anderen wurden die Arbeitskräfte erst später bereitgestellt. Ab Juni konnten wir dann die Ausgabestelle beliefern. Besonders viele Produkte kamen aus den Gärten am Ess und am Grashöfer Weg in Seehausen.“ Der Krüdener zählt auf: „Es gab in diesem Jahr besonders viel Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Kohl, Kohlrabi, Porree und Sellerie. Gefehlt haben hingegen Äpfel, Birnen und Kirschen.“ Es konnten auch etliche Zwiebeln in guter Qualität geerntet werden. Insgesamt elf Kräfte waren in den Gärten beschäftigt – für Hildebrandt zu wenig. „Vor einigen Jahren hatten wir allein in Seehausen rund 15 Beschäftigte.“ Ende Oktober läuft die AGH-Maßnahme aus. Auch wenn am heutigen Donnerstag die Ausgabestelle in der Wischestadt schließt, gibt es in den Gärten noch Arbeit. So werden die Flächen gedüngt und mittels Fräse für die Saison in 2022 vorbereitet. Zudem stecken die Kräfte Winterzwiebeln, die dann im März oder April auf die Ernte warten.

Die Nachfrage nach der Abgabe von kostenlosem Obst und Gemüse an Bedürftige und Rentner sei groß gewesen, resümiert Hildebrandt. Er erwähnt ferner, dass in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Ausgabestelle Mal- und Bastelbücher für Kinder sowie Gläser und Tassen erhältlich waren, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Auch dies gab es alles kostenlos. Und eine Art Höhepunkt für ihn waren die gebundenen Blumensträuße, die gern genommen wurden. Ein Dank des Projektleiters geht an die beiden Frauen in der Ausgabestelle, Barbara Zenkert und Karin Emme, die die Tätigkeit ehrenamtlich übernommen haben.

Für das nächste Jahr wünscht sich Hildebrandt für das Projekt Tafelgärten, das über die Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark GmbH mit Sitz in Beetzendorf läuft: „Es müssen mehr Kräfte kommen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass nicht mehr alle Gärten bestellt werden können und sich dadurch die Erzeugnisse in der Ausgabestelle reduzieren. Und der Projektleiter möchte weiter „die Zuteilung von bewährten Kräften“. Dies erleichtere die Arbeit in den Tafelgärten enorm.

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