Carmen Marquardt und Rüdiger Schwesig haben viele Pflanzen durch Hochwasser verloren und starten Neuaufbau

Ein Rosenpavillon für den Seelenfrieden

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Carmen Marquardt und Rüdiger Schwesig haben auf ihrem Anwesen in Werder ein grünes Paradies geschaffen, das durch das Hochwasser 2013 größtenteils vernichtet wurde. Jetzt läuft die Neugestaltung, bei der die Pflanzenfreunde auf Rosen setzen.

Werder. Ein wahrlich grünes Paradies haben sich Carmen Marquardt und Rüdiger Schwesig in Werder geschaffen.

Prachtvolle Rhododendren und viele andere Pflanzen sind der ganze Stolz der beiden, die sich regelmäßig an der Aktion „Offene Gärten“ beteiligen und ihr Refugium bei Kaffee und Kuchen zur Schau stellen.

Doch dann kam im Juni des vergangenen Jahres die Flut – der Schaden des Elbehochwassers war enorm. Schwesig und seine „bessere Hälfte“ haben aber ihren Optimismus nicht verloren. Sobald das Wasser weg war, wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Der Werderaner hat auch seinen Humor nicht verloren, als er im AZ-Gespräch sagte, dass die Rhododendren nicht hochwassergeeignet seien. Der Bestand im Grund ist völlig vernichtet, lediglich die Exemplare in der höheren Lage des Grundstücks haben überdauert. Aufgrund der Verluste nimmt der 70-Jährige von Neupflanzungen der Rhododendren Abstand. „Vielmehr bin ich zum Rosenfreund geworden, auch wenn ich in dieser Angelegenheit noch ein blutiger Anfänger bin.“ Der einstige Wittenberger, der seit 1988 in Werder wohnt, wälzt etliche Fachliteratur, um in Sachsen Rosenpflanzung und -zucht fit zu werden. „Um meinen Seelenfrieden nach dem Hochwasser wieder herzustellen, habe ich sofort einen Rosenpavillon aufgestellt“, äußerte der Wahl-Altmärker. Die Verluste waren riesig. Neben den Rhododendren waren etliche Raritäten wie Magnolien und Blumenhartriegel (Cornus) vernichtet. Mit letzteren wird Schwesig aufgrund seines hochwasserbedrohten Anwesens keinen Pflanzversuch mehr starten. „Der Blumenhartriegel ist empfindlich gegen stauende Nässe und braucht ungefähr zehn Jahre, bis er zum ansehnlichen Strauch gewachsen ist.“

Rund 80 000 Euro Schaden richtete das Hochwasser 2013 am Haus von Marquardt und Schwesig an. Ebenso hoch fällt die Bilanz im Garten aus. Doch der soll schneller als das Gebäude auf Vordermann gebracht werden. „Ein Haus haben viele, aber einen so schönen Park nicht“, begründet der Pflanzenfreund seine Entscheidung für den Neuaufbau der grünen Oase. Bisher hat er schon über 6000 Euro für die neue Flora ausgegeben, die viele Blumenerde noch nicht eingerechnet.

Von Thomas Westermann

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