Unterwasser-Reparatur im Waldbad als Mehrgenerationenprojekt

Rettungsaktion für Saisonstart

Bauunternehmer Mathias Goltz (vorn links) und die Senioren-Brigade beim Bau der anschließend im Becken versenkten Schalung für den Spezialbeton, mit dem der Saisonstart doch noch gerettet werden soll. FotoS (2): Schumann
+
Bauunternehmer Mathias Goltz (vorn links) und die Senioren-Brigade beim Bau der anschließend im Becken versenkten Schalung für den Spezialbeton, mit dem der Saisonstart doch noch gerettet werden soll. FotoS (2): Schumann

Seehausen – Nach dem großen Schock vom Wochenbeginn für alle Freunde und Förderer des Seehäuser Waldbades – ausgelöst von einem „klaffenden Riss“ unterhalb der Startblöcke fünf und sechs in der Betonwand des großen Beckens (AZ berichtete) – ist bis zum heutigen Freitagmittag Hoffen und Daumendrücken angesagt.

Denn ebenso unvermittelt wie der knapp zwei Meter breite Betonschaden zum Wochenbeginn ans Tageslicht trat, so schnell überraschte Mathias Goltz die Waldbad-Förderer mit seinem Vorschlag einer Unter-Wasser-Reparatur. .

Die Jugendtauchergruppe war gestern im Einsatz: Richard Goltz, Robert Becker und Erik Goltz (v.l.)

Schon gestern machte sich der Bauunternehmer gemeinsam mit der von Fördervereinschef Dr. Walter Fiedler geleiteten Senioren-Brigade ans Werk. Dabei geriet die Rettungsaktion für den am 6. Juni geplanten Saisonstart zu einem Mehrgenerationen-Projekt, übernahmen doch drei junge Taucher die unter der Wasseroberfläche erforderlichen Arbeiten. Abwechselnd stiegen Erik und Richard Goltz sowie Robert Becker ins kühle Nass, um dort alle gelösten und lockeren Betonreste zu entfernen, sowie die Einschalung vorzubereiten. Zum Abschluss wurde noch der Spezialbeton versenkt, der die „massive“ Wunde im großen Waldbad-Becken schließen soll.

Die Erfolgsaussicht schätzte Mathias Goltz übrigens auf über 90 Prozent. Schließlich habe er nicht zum ersten Mal in seinem Berufsleben unter Wasser eine solche Betonarbeit ausgeführt. Überhaupt waren gestern alle Handwerker im Waldbad recht freudig gestimmt. Aber bekanntlich sind ja die Waldbad-Förderer geborene Optimisten, wie es Walter Fiedler bei jeder sich bietenden Gelegenheit verkündet. Anders wäre ihr unermüdlicher Einsatz für den Erhalt des in seiner Grundsubstanz recht maroden Bauwerkes wohl auch kaum zu erklären.

Mit Abnahme der Verschalung wird sich bereits am heutigen Mittag zeigen, ob das Wasser im Becken bleiben kann. Dann fehlt nur noch die Genehmigung für das beim Landkreis bereits eingereichte Hygiene-Konzept – und am 6. Juni könnten sich die Waldbad-Türen für die ersten Badegäste des Jahres 2020 öffnen.

VON FRANK SCHUMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare