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Aus Protest den Raum verlassen

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70 700 Euro stehen für die Dacherneuerung und Fassadensanierung dieses Wohnblocks in Aulosen bereit. Foto: Westermann

Pollitz. Der Haushalt der Gemeinde Aland für das laufende Jahr ist unter Dach und Fach. Allerdings verabschiedeten die Räte um Bürgermeister Hans Hildebrandt auf ihrer jüngsten Sitzung im Ortsteil Pollitz aufgrund der mauen Finanzausstattung das Zahlenwerk nur unter Murren.

Es gehe nur ums Sparen. Was die Regierung mache, sei nicht hinnehmbar, hieß es. Ratsherr Jonny Buck verließ aus Protest den Raum und meinte nur: „So einen Haushalt kann man nicht beschließen. “.

Zuvor gab Seehausens Vize-Verbandsgemeindebürgermeisterin und Kämmerin Katrin Neuber Informationen zum Etat. Während der Vermögenshaushalt mit 305 600 Euro an Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen gestaltet werden konnte, gelang dies beim Verwaltungshaushalt nicht. So belaufen sich die Ausgaben auf 1 310 100 Euro, aber an Einnahmen fließen nur 1 232 800 Euro in die Kasse – also ein Defizit von 77 300 Euro.

Größtes investives Vorhaben in der Gemeinde ist die Dacherneuerung und Fassadensanierung des Wohnblocks an der Ernst-Thälmann-Straße in Aulosen. 70 700 Euro sind dafür im Etat eingestellt. Für die Umrüstung von Kleinklärananlagen beziehungsweise Sammelgruben in den Orten Krüden, Aulosen und Wahrenberg stehen insgesamt 28 500 Euro bereit. Die Sanierung einer Wohneinheit auf dem Voßhof lässt sich die Gemeinde 5 900 Euro kosten. Weitere 5 000 Euro fließen in die Küchensanierung einer kommunalen Wohnung in Wahrenberg, die aufgrund von Hochwasser Schaden genommen hat. Weitere kleinere Beträge werden für den Kauf von kommunaler Technik, für die Ersatzpflanzung von Bäumen und für Arbeiten in der Heimatstube im Krüdener Gemeindezentrum eingesetzt.

Von Thomas Westermann

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