Landkreis und Stadt Seehausen fordern Verlegung als Erdkabel / Prüfung „völlig unzureichend“

Protest gegen Starkstromleitung hält an

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Kommt es so, wie „50Hertz“ plant, verlaufen von Seehausen bis Stendal bald drei Stromtrassen nebeneinander.

Seehausen / Stendal – Der Protest gegen die geplante Starkstromleitung durch die Altmark (von Seehausen bis Stendal / Wolmirstedt) hält an. Am Montag, 4.  Februar, endet die Frist für all diejenigen, die Einwände geltend machen wollen.

Daran erinnert die Fraktion Linke/Grüne im Kreistag.

Der Landkreis Stendal und die Stadt Seehausen lehnen die 60 bis 75 Meter hohen Masten ab. Sie fordern die Verlegung der 380-Kilovolt-Leitung als Erdkabel, da die geplante Trasse zu nah an Häusern vorbeiführe und Naturschutzgebiete quere. Planer der Trasse ist die Firma 50Hertz als Netzbetreiber.

Die Fraktion Linke/Grüne hält die Planung hinsichtlich naturschutzfachlicher Prüfungen für „völlig unzureichend“, da die Trasse fünf Natura 2000-Gebiete betreffe, davon drei an der Elbe und zwei an Milde, Biese und an der Uchte bei Goldbeck.

Argumente, dass im Trassengebiet ja schon 220-KV-Leitungen vorhanden seien, wollen Linke/Grüne nicht gelten lassen. Diese Leitungen seien in den 1950er-Jahren gebaut worden – „vermutlich ohne jede Berücksichtigung von Mindestabständen“, bilanziert Helga Paschke. Außerdem sollen die neuen Masten fast dreimal so hoch werden wie die jetzigen, versehen mit mehr Querträgern.

Da die Bahn bei dieser Gelegenheit ebenfalls Freileitungen bauen will, würden von Seehausen bis Stendal drei Stromtrassen nebeneinander verlaufen. Gesamtbreite: mehr als 200 Meter.

Seehausen nutzt eine Fristverlängerung bis 18. März für die Stellungnahme. Dort sind besonders viele Einwohner betroffen. mei

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