„Smiley“ lässt junge Menschen zu Jongleuren und Dresseuren werden

Zirkusluft soll therapieren helfen

Menschen mit einer Riesenschlange im Zirkuszelt
+
Üben mit einer Riesenschlange: Das Reptil wird bei der Galavorstellung zu erleben sein.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
    schließen

Priemern. Seelisch beeinträchtigte Menschen im Forsthaus Priemern, das zum Sozialtherapeutischen Zentrum Gut Priemern gehört, sollen mit einem Projekt einen Beitrag zur Therapie erfahren, bei dem auch das Selbstwertgefühl gesteigert werden soll. Dafür konnte bereits zum dritten Mal der Circus „Smiley“ aus Suckow bei Parchim in Mecklenburg gewonnen werden.

Circa 60 Kinder und Jugendliche, die nicht nur im Forsthaus betreut werden, sondern auch aus anderen Einrichtungen stammen, haben die Möglichkeit, in unterschiedliche Bereiche der Zirkuswelt rein zu schnuppern und ein Programm zu gestalten, um dieses bei der heutigen Galavorstellung zu präsentieren. Doch zuvor ist eifriges Üben angesagt, das am Montag startete. Zirkuschef Stefan Woitschack und seine fünf Mitstreiter haben da viel zu tun. Immerhin müssen die jungen Akteure für die Auftritte fit gemacht werden. Es gibt unter anderem Dresseure für die Pony- und Ziegenshow, Jongleure, Seiltänzer, Gewichtheber, Tellerdreher, Cowboys, Clowns, Bauchtänzerinnen und Fakire. Geprobt wird an vier Tagen immer vormittags.

Stefan Woitschack ist froh, dass er endlich nach 19 Monaten coronabedingter Pause wieder auf Tour gehen kann, wie er im AZ-Gespräch deutlich machte. „Es wird immer von finanziellen Hilfen gesprochen, doch tatsächlich merkt man davon nichts. Wir sind viele Jahre im Geschäft und haben immer pünktlich unsere Rechnungen bezahlt, aber nun blieb nur der Gang zum Jobcenter.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare